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Die Straße Am Kögelberg in Holzolling sollte zu Zeiten der Dorferneuerung für rund 500 000 Euro saniert und ausgebaut werden. Doch jetzt fokussiert die Gemeinde eine abgespeckte Version.

Gemeinderat beschließt

Rangliste für Straßensanierungen

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Weyarn - Notfälle gibt es viele, doch das Geld will wohl dosiert sein. Deshalb richtet die Gemeinde nun ein Kataster ein, das regelt, welche Straßen bei der Sanierung Priorität genießen.

Die Zahl ist klar, die Verteilung jedoch nicht. „Wir haben Geld für die Ausbesserung der Straßen eingestellt“, sagt Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). Heuer reservierte der Gemeinderat rund 800 000 Euro für Straßenunterhaltsmaßnahmen im aktuellen Haushalt (wir berichteten). Auch wenn die Arbeiten wohl erst im nächsten Jahr anstehen. Um dieses Geld konkurrieren nun viele marode Straßen im gesamten Gemeindegebiet. Und je nach Wohnort gibt es unterschiedliche Interessen.

Ein Straßenkataster soll die Instandhaltung und Pflegemaßnahmen nun priorisieren. Damit hat sich der Gemeinderat jetzt in seiner Sitzung beschäftigt. Laut Wöhr gelte es, die Notwendigkeit einer Sanierung nach „fachlichen Aspekten“ einzustufen, damit sich niemand benachteiligt fühlt. „Wir können das Geld nicht mit der Gießkanne ausschütten.“ Es gebe Straßen mit Totalschaden, solche, die noch zu richten sind und eben solche, die warten können. Der Gemeinderat sprach sich für ein solches Vorgehen aus. Im Oktober soll das Kataster bereits vorliegen.

„Wir haben viele Straßen immer wieder geschoben“, sagte Albert Zinsbacher (CSU). „Es muss was passieren.“ Ein Fall, der immer wieder in der Warteschleife landete, ist die Esterndorfer Straße. „Wir haben schon vor einiger Zeit beschlossen, dass die Straße saniert wird“, berichtete Wöhr. Sie sei ebenfalls im Haushalt vorgesehen. Die Frage sei nun, ob man sich für einen Komplettausbau, eine neue Oberfläche oder gar nur eine günstige Spritzdecke entscheide. Franz Demmelmeier (SPD) schlug eine Spritzdecke vor. Das gefiel Ernst Weidl (UWG) gar nicht. „Das hat sich jetzt solange verzögert“, meinte er. „Jetzt eine Spritzdecke hinmachen, ist nicht gut.“ Zwar sei die Spitzdecke billiger, allerdings habe sie auch eine kürzere Lebenszeit. Wodurch sich die Rechnung indirekt erhöhe. Wöhr machte einen „Vorschlag zur Güte.“ Ein Fachmann soll die verschiedenen Varianten überprüfen, auch hinsichtlich der Kosten. Eine Ausschreibung sei frühestens im Herbst machbar. Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich für diese Vorgehensweise.

Auch Am Kögelberg in Holzolling zwickt es. In guten Zeiten, als im Zuge der Dorferneuerung Gelder flossen, war einmal ein kompletter Ausbau samt Gehweg für rund 500 000 Euro vorgesehen. Doch inzwischen seien die Mittel der Dorferneuerung längst aufgebraucht, und die Straße immer noch nicht gemacht, meinte Bürgermeister Wöhr. Der Gemeinderat gab deshalb den Auftrag, eine reduzierte Planung einzuleiten. Es handelt sich hierbei wohl um einen separaten Haushaltsposten.

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