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Bei Badegästen sehr beliebt: Seehamer See.

Gemeinde ratlos

Seehamer See: Alle wollen baden - keiner kümmert sich

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Weyarn - Eigentlich war der See ja nur damals für das Pumpspeicherkraftwerk gedacht. Umso schöner, dass er sich zu so einem Publikumsmagnet entwickelt hat - oder doch nicht?

Der Seehamer See hat eine Doppelfunktion. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er aufgestaut und dient seither dem Betrieb des Pumpspeicherkraftwerks und damit der Energiegewinnung. Gleichzeitig nutzen ihn Einheimische und Auswärtige als Badesee. Doch das ist offenbar gar nicht so leicht. „Man müsste den öffentlichen Badeplatz pflegen und das Gras mähen“, merkte Andreas Frei (UWG) jetzt in der Weyarner Gemeinderatssitzung an. Der Platz sei nicht mehr gut zugänglich. Früher habe sich ein Landwirt um die Fläche gekümmert, das sei jetzt nicht mehr der Fall.

Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) sah das etwas kritisch, schließlich müsste die Gemeinde – die eigentlich gar nicht zuständig sei – die Kosten für die Arbeiten übernehmen. Wie Wöhr auf Anfrage erklärt, handle es sich streng genommen gar nicht um einen öffentlichen Badeplatz, weil die Fläche den Stadtwerken München (SWM) gehört. „Die Stadtwerke dulden nur, dass dort gebadet wird.“ Davon abgesehen werde die U-förmige Osterseestraße in Großseeham – von der der Weg zum Badeplatz abzweigt – an schönen Tagen oft zugeparkt. Darüber klagen zuweilen die Anwohner.

Wöhr schlug in der Sitzung vor, die Angelegenheit in den Arbeitskreis Seeham zu geben. Franz Demmelmeier (SPD) gefiel die Idee gut. Einen Beschluss gab es nicht. Albert Zinsbacher (CSU) forderte, schnell zu handeln. Schließlich stecke man bereits mitten in der Badesaison.

mar

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