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Idyllische Seelage: Die Gemeinde hält an einer Hotelnutzung für das Areal fest.

Gemeinderat pocht wohl auf Hotel-Planung

Seehamer See: Warten auf den passenden Investor

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Drei unterschiedliche Anfragen lagen dem Weyarner Gemeinderat für ein Grundstück am Seehamer See vor - das Gremium konnte sich für keines der Konzepte erwärmen. 

Weyarn – Der Weyarner Gemeinderat bleibt dabei: Auf dem Grundstück am Seehamer See soll ein Hotel entstehen. In der jüngsten Sitzung stand eine Entscheidung über die drei Bauanfragen an, die das Gremium im Juni zurückgestellt hatte. Die fiel allerdings nicht zum Vorteil der Antragsteller aus.

Für das rund 5700 Quadratmeter große Grundstück südlich der Osterseestraße besteht ein rechtskräftiger Bebauungsplan. Dieser sieht ein „Sondergebiet Hotel“ vor. „Wenn etwas kommt, das dem Bebauungsplan entspricht, dann müssen wir zustimmen“, sagt Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). „Alles andere obliegt der Planungshoheit der Gemeinde.“ Zur zweiten Kategorie zählen die drei Anfragen aus der Juni-Sitzung: Da keines der Vorhaben dem Bebauungsplan entspricht, bedürfe es jeweils einer Nutzungsänderung oder einer Änderung des Bebauungsplans. Dabei hat der Gemeinderat die Fäden in der Hand.

Ein österreichischer Bauträger sah auf diesem und zwei benachbarten Grundstücken – insgesamt rund 10 000 Quadratmeter – eine Premium-Seniorenresidenz mit 50 bis 60 Wohneinheiten, Spa- und Gesundheitsbereich, Gastronomie sowie Schwimmhalle samt Fitnessbereich. Verringern, so der Antragsteller, lasse sich die Baumasse wegen der Finanzierung nicht. Der Gemeinderat lehnte die Anfrage einstimmig ab.

Deutlich knapper scheiterte das Ansinnen zweier Anwohner, die das Grundstück gerne zweigeteilt hätten, um sich dort mit ihrer jeweiligen Firma niederzulassen. Sie hatten zwei Baukörper jeweils inklusive einer Betriebsleiterwohnung vorgesehen. Trotz der Empfehlung des Bauausschusses, die Anfrage nicht zu beerdigen, sondern nur zurückzustellen, entschied sich der Gemeinderat gegen die Pläne. Allerdings nur mit einer knappen Mehrheit von 8:7 Stimmen.

Auf einhellige Ablehnung wiederum stieß das Vorhaben eines Bauwerbers, auf dem Seegrundstück Betreutes Wohnen anzubieten. Ausschlaggebend war aber weniger die für den Geschmack des Gemeinderats etwas zu großzügig bemessene Baumasse mit mindestens 24 Wohneinheiten, sondern vielmehr die fachliche Einschätzung von Betty Mehrer (SPD). Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde hielt das vorliegende Konzept auf besagtem Grundstück für ungeeignet: „Die Senioren sind nicht mobil genug, um von Seeham aus irgendwoanders hinzukommen.“ Mehrer hätte sich ein Pflegeheim vorstellen können – der Bauwerber eigener Auskunft zufolge nicht.

Das Warten geht also weiter. Laut dem Bürgermeister sind weitere Konzepte bereits angekündigt. „Es gibt Interessenten für eine Hotelplanung“, sagt Wöhr auf Nachfrage. Wenn ein passendes Projekt dabei sein sollte, das alle Vorgaben des Bebauungsplans einhält, käme ein Genehmigungsfreistellungsverfahren infrage. „Dann kann der Bauwerber schon ein paar Wochen später anfangen zu bauen.“

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