Portugiese (20) hat keinen guten Tag

Sohn mit Ecstacy erwischt: Mutter muss am Muttertag zur Polizei

Bei einer Kontrolle sah sich eine Beamtin den McDonalds Müll im Audi A6 eines Portugiesen (20) genauer an - und wurde fündig. Seine Mutter musste deshalb bei der italienischen Polizei antreten.

Weyarn - Sonntagabend fiel Schleierfahnder der Kreuther Inspektion auf der Autobahn A8 auf Höhe Weyarn ein Audi A6 mit italienischem Kennzeichen auf. Sie kontrollierten den Audi am Parkplatz Seehamer See. Am Steuer saß ein 20-jähriger portugiesischer Student mit Wohnsitz in Italien. Bei Kontrolle der Dokumente konnte der Portugiese nur seinen italienischen Führerschein vorweisen. Seinen Reisepass hatte er in Italien bei seiner Mutter.

Aus einem „Bauchgefühl“ heraus durchstöberte die kontrollierende Polizeibeamtin den im Fahrerraum herumliegende McDonald-Tütenmüll und wurde fündig. In einer zusammengeknüllten Schachtel fanden sich 32 Ecstasy-Tabletten. Auf Vorhalt räumte der Portugiese ein, die Tabletten am Frankfurter Bahnhof von einem Dealer für 300 Euro erworben zu haben. Zudem führte er noch mehrere Tagesrationen an Marihuana und Haschisch mit. Alles, so der Beschuldigte, zum Eigenkonsum.

Der 20-jährige Student wurde festgenommen und wegen Verdachts des Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht. Sämtliche Drogen stellten die Schleierfahnder sicher. Um nicht noch wegen des fehlenden Reisepasses angezeigt zu werden, aktivierte der Portugiese per Telefon seine Mama. Diese musste am Muttertag mit dem Reisepass ihres Sohnes zur örtlichen italienischen Polizei gehen. Dort setzten sich diese mit ihren bayerischen Kollegen in Verbindung und bestätigten die Echtheit des Dokumentes. Letztendlich konnte der Student nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung und Klärung seiner Tauglichkeit zum Führen eines Fahrzeuges seine Reise fortsetzen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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