Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

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Bürgermeister zweifelt am Zeitplan

Sorgenvoller Blick auf die Datenautobahn: Verzögert sich der Breitbandausbau?

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Surfen, streamen, downloaden – und zwar rasend schnell: Möglich sein soll das bald fast überall in und um Weyarn. Doch die Gemeinde beäugt den Breitbandausbau mit Sorge. Aus gutem Grund.

Weyarn – Wenn Leonhard Wöhr derzeit durch Weyarn fährt, wandert sein Blick unweigerlich an den Straßenrand. Was er dort sieht, besser gesagt: nicht sieht, bereitet ihm Sorgen, wie der Bürgermeister selbst sagt. Eigentlich sollten an mehreren Stellen im Ort Löcher klaffen, in denen alsbald die Glasfaser-Kabel für rasend schnelles Internet versenkt werden sollen. „Langsam müsste es fertig werden“, sagt Wöhr, „aber es sind noch nicht einmal überall Löcher gegraben.“

Wie berichtet, hat die Gemeinde Weyarn voriges Jahr im März den Zuschlag zur Internet-Ertüchtigung der Telekom erteilt. Die zweite von insgesamt vier Ausbaustufen – Nummer eins im Goldenen Tal und Seeham ist seit Jahren fertig – sollte ursprünglich geplant Mitte dieses Jahres ein Ende finden. 965 Haushalte in und um Weyarn sollten dann mit bis zu 50 Mbit/s im Internet unterwegs sein.

An diesem Zeitplan zweifelt man im Rathaus mittlerweile jedoch. Keine Panikmache, sondern begründete Sorgen. In anderen Landkreis-Gemeinden hinkt die Telekom ob der Fülle an Aufträgen wie berichtet hinterher. Sei es witterungsbedingt, einem Mangel an Elektrikern wie in Otterfing geschuldet, oder in der Auslastung von Tiefbaufirmen begründet.

Wöhr versucht daher, mit der Telekom in Kontakt zu treten, eine verbindliche Aussage zu erhalten, wie er sagt. Bislang allerdings vergeblich. Seine Hoffnung auf eine baldige Verlegung der Datenautobahnen schwindet. „Ich mache mir keine Illusionen, dass wir Mitte des Jahres ans Netz gehen“, sagt er. Ihm bleibe lediglich der Blick in die Nachbargemeinden. Und in Anbetracht dessen, wie es dort mitunter vorangehe, „wäre ich nicht allzu optimistisch, dass es ausgerechnet bei uns eine Punktlandung gibt.“

Bei der Telekom ist man derweil durchaus optimistisch, den anvisierten Fertigstellungstermin einzuhalten. Deutschlandweit seien die Kapazitäten gerade beim Tiefbau tatsächlich weitgehend ausgeschöpft, weshalb es es immer wieder zu Verzögerungen komme, teilt ein Sprecher des Kommunikationsunternehmens mit. „Trotzdem halten wir an unserem Zieldatum fest und arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung.“

Hoffnung also für die knapp Haushalte im Ort, die vom großen digitalen Rundumschlag in Ausbaustufe zwei profitieren. Die Einzelanwesen und Weiler im Gemeindegebiet müssen sich dagegen wohl noch einige Zeit gedulden, bis auch sie mit Highspeed im Internet surfen können.Die Gemeinde macht dabei bekanntlich Gebrauch vom sogenannten Höfebonus, einem Förderprogramm des Freistaats. Die Ausschreibung laufe, berichtet Wöhr, doch er rechne nicht damit, dass diese vierte und letzte Stufe des Breitbandausbaus vor 2020 in Angriff genommen werde.

Unter anderem eben auch, weil die Firmen so ausgelastet sind. Am Geld scheitere in Weyarn nicht, betonte Wöhr: „Wir sind bereit in diese Zukunftstechnologie zu investieren.“ Allein heuer sind 750 000 Euro fürs Highspeed-Internet im Haushalt vorgesehen, eine weitere halbe Million Euro in den kommenden drei Jahren.

fp

Rubriklistenbild: © dpa

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