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Reges Interesse: Rund 50 Bürger kamen zur Versammlung, die wegen des Pächterwechsels im Landgasthof Neukirchen heuer in der Aula der Grundschule stattfand.

Neue Rechtslage

Straßenausbaubeiträge spuken durchs Rathaus in Weyarn

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Neben Bauen und Wohnen kam auf der Bürgerversammlung in Weyarn auch ein Thema zur Sprache, das die Gemeinde nur allzu gerne umgehen würde: die unliebsamen Straßenausbaubeiträge.

Weyarn – Gleich zwei große Bauvorhaben stehen vor dem Abschluss. Die örtlichen Feuerwehren dürfen sich über neue Fahrzeuge und Quartiere freuen. Und erstmals kam auch das so ungeliebte Thema Straßenausbaubeitragssatzung zur Sprache. Auf der Bürgerversammlung in Weyarn umriss Bürgermeister Leonhard Wöhr die wichtigsten Zahlen, Fakten und Projekte des abgelaufenen und kommenden Jahres. Ein Überblick.

Wohnen

„Gefühlt will momentan jeder hier bauen“, sagte Wöhr mit Blick auf die 47 Bauanträge, die im vergangenen Jahr im Rathaus eingetrudelt sind. Während die Antragssteller auf eine Genehmigung hoffen, neigt sich ein anderes Projekt seinem Ende zu. Im März 2018 startet die Vermarktung der letzten 20 Eigentumswohnungen im „Mehrgenerationenwohnen“ auf dem Klosteranger. Wie bislang können die Weyarner Bürger auch hier Einheiten reservieren, bevor sie auf den Markt kommen. Bezugsfertig sollen die Gebäude 2019 sein. In direkter Nachbarschaft geht ein weiteres Bauprojekt auf die Zielgerade ein: das „Familienwohnen“. Der letzte Bauabschnitt soll bis 2020 fertiggestellt werden, so der Plan des Investors. Auch hier können Einheimische Einheiten vorab reservieren. Aber: „Die Preise stehen heute angesichts der Marktlage noch nicht fest“, sagte Wöhr.

Straßenbau

Auf den gemeindeeigenen Straßen wurde eifrig gebaut und saniert. Insgesamt eine halbe Million Euro hat die Gemeinde hierbei investiert. Der Großteil der Mittel floss in die Ausbesserung der Asphaltschicht auf mehreren Straßen. Für die kommenden Jahre sind weitere Sanierungen geplant. Welche Straßen dabei Priorität besitzen, legt mittlerweile ein Straßenkatastar fest, in dem der Zustand der jeweiligen Fahrbahn aufgeführt ist.

Ausbaubeiträge

Bis dato kein Thema war in Weyarn die Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs). Angesichts der neuen Rechtslage muss sich die Gemeinde jedoch damit beschäftigt. Kommunen sollen für Ortsstraßen eigentlich nämlich Ausbaubeiträge erheben, sprich die Anlieger zur Kasse bitten, wenn die Baumaßnahmen nicht dem reinen Unterhalt der Straße dienen. Diese „Soll-Bestimmung“, erklärte Wöhr, gelte aber nur für München. „Alle anderen Kommunen müssen es eigentlich machen.“ Noch spukt die Starbs aber nur vage durch das Rathaus. Ob die Angst berechtigt ist, stellt sich erst 2018 raus, sagt Wöhr. Seine Hoffnung: Auf politische Initiative werden die Beiträge in Bayern abgeschafft. „Das würde uns viel Ärger ersparen.“

Feuerwehr

Freuen durften sich hingegen die Ortsteil Feuerwehren. Die Holzollinger Wehr hat ein neues Auto bekommen. Kommendes Jahr ist Baustart für das neue Feuerwehrhaus in Sonderdilching, das die Gemeinde mit 270 000 Euro bezuschusst. Und die Wehr in Weyarn baut an ihr bestehendes Gebäude an – allerdings in Eigenregie, ohne gemeindlichen Zuschuss.

Kinderbetreuung

In Bayern herrscht Voll-Beschäftigung, in Weyarn Voll-Betreuung. Jedem Kind, das einen Platz in Krippe, Kindergarten oder Hort braucht, kann ohne Wartezeit einer vermittelt werden. Allerdings muss der Spielkreis 2018 umziehen. Wohin, ist laut Wöhr derzeit noch unklar.

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