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Mit dem Bücherbestand der Bücherei Weyarn ist Leiterin Barbara Stutzmann zufrieden. Kopfzerbrechen bereitet ihr der Platz, der ihr dafür zur Verfügung steht.

Kegelbahn stand als Alternative im Raum

Umzug: Die Bücherei wartet auf neue Bleibe

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Weyarn - Die Gemeindebücherei in Weyarn ist gut ausgestattet, wenn es um das Angebot an Büchern und anderen Medien geht. Doch die Leiterin ist mit der Situation nicht zufrieden.

Es ist eng geworden in der Gemeindebücherei Weyarn. 9000 Medien finden hier ihren Platz auf insgesamt 58 Quadratmetern. Und es wird noch enger, vermutet Leiterin Barbara Stutzmann, wenn erst einmal die Häuser am Klosteranger stehen und bezogen sind. Dabei: „Den Bestand möchte ich nicht erhöhen.“ Zwei Medien pro Einwohner lautet eine Faustregel. Weyarn liegt jetzt schon über dem Schnitt. Auch wenn sich die Einwohnerzahl auf rund 4000 durch den Zuzug erhöht, ist die Quote immer noch mehr als erfüllt. Das Platzproblem bleibt – vergrößert sich wahrscheinlich noch. 

Stutzmann weiß auch: Ein neuer, größerer Raum „fällt nicht einfach vom Himmel“. Zudem habe der Gemeinderat derzeit noch viel mit den aktuellen Bauprojekten zu tun. „Ich halte mich derzeit still.“ Doch für sie steht fest: Ist das Großprojekt abgeschlossen, der Zuzug geschafft, muss sich die Gemeinde um die Infrastruktur kümmern und sie an die gewachsene Bevölkerungszahl anpassen. Und dazu gehört natürlich auch die Gemeindebücherei. 

Einen ersten Schritt in diese Richtung hat nun Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) versucht – bei einem Ortstermin des Gemeinderats an der Kegelbahn in der Mehrzweckhalle. Hier hatte das Gremium nicht-öffentlich zu entscheiden, ob es dem Antrag des Betreibers zustimmt, aus der Kegel- eine Bowlingbahn zu machen. Nachdem dies abgelehnt worden war, wagte der Rathaus-Chef einen Vorstoß und schlug vor, den Raum künftig als Bücherei zu nutzen. Doch auch das viel bei den Gemeinderäten durch, wie Wöhr in der öffentlichen Gemeinderatssitzung mitteilte. Die Konsequenz: Die Kegelbahn bleibt an Ort und Stelle, genauso wie die Bibliothek. 

Dürfte Stutzmann sich etwas wünschen, dann wäre es ein Raum mit einer Größe um die 100 Quadratmeter. Da gebe es Platz für Veranstaltungen und die Möglichkeit, Sitzgelegenheiten für Kinder zu schaffen. Auch ein zweiter Arbeitsplatz täte der Bücherei laut Stutzmann gut. Derzeit kann immer nur einer der zwei anwesenden Mitarbeiter an dem einzigen Rechner arbeiten. „Das ist ungünstig“, sagt Stutzmann, gerade wenn telefonisch eine Verlängerung angemeldet wird und in der Schlage zehn Nutzer auf die Ausleihe warten. Auch könnte sie neue Medien während der Arbeitszeit eingeben und nicht erst danach oder schon davor. 

Seit 2009 ist die Gemeindebücherei in einem Raum des Deutschen Orden kostenfrei untergekommen. „Wir müssen Geduld haben“, sagt Stutzmann über das Platzproblem. Sie hat die Hoffnung, dass sich in naher Zukunft schon irgend eine Möglichkeit ergibt. „So etwas ergibt sich meistens einfach.“

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