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Straßenschäden – aber nicht mehr lang. Die Gruber Straße im Wald bei Kleinhöhenkirchen wird heuer saniert. 

Vielzahl an Maßnahmen 

Wegen Straßensanierungen: Weyarn muss tief in die Tasche greifen

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Das Straßennetz in Weyarn soll heuer an vielen Stellen geflickt werden. Doch Sanierungen sind teuer. So teuer, dass die Gemeinde tief in die Rücklagen greifen muss.  

Weyarn – Schlaglöcher, Risse in der Fahrbahn und Asphaltschichten, die einem Flickenteppich gleichen. Damit soll in Weyarn nun Schluss sein, zumindest an einer Vielzahl von Stellen im gemeindlichen Straßennetz. In seiner jüngsten Sitzung verabschiedete der Gemeinderat nun ein ganzes Paket an Sanierungsmaßnahmen, die dieses Jahr angegangen werden sollen. Investitionsvolumen: 550 000 Euro.

Am teuersten schlägt die Sanierung der Gruber Straße zwischen Kleinhöhenkirchen und Grub zu Buche. „Das ist der schlechteste Berg, den wir haben“, verdeutlichte Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). Zwar sei dieser wenig befahren, die Baumaßnahmen seien längst überfällig. Für die Sanierung des etwa ein Kilometer langen Abschnitts vom Waldrand bis zur Brücke werden bis zu 200 000 Euro fällig.

Bitter: Weil es sich um eine Gemeindeverbindungsstraße handelt, könnte die Kommune sogar Zuschüsse geltend machen. Die Förderung ist aber an gewisse Voraussetzungen gekoppelt, erklärte Wöhr. So müsste man die Straße verbreitern, dafür Grundstücke erwerben und die Entwässerung ertüchtigen. Was nicht einmal im Sinn der Anwohner wäre: „Die wollen gar keine Autobahn“, sagte Wöhr. Unterm Strich fielen die Bauarbeiten mit Zuschuss somit fast doppelt so hoch aus wie ohne.

Franz Demmelmeier (SPD) erkundigte sich dennoch, ob man die Modernisierung – angesichts der hohen Kosten – nicht verschieben könnte. Schließlich, und das machte auch Wöhr eingangs klar, fallen heuer nicht nur Investitionen im Straßennetz an. Der Bauhofumzug, die neuen Räume für den Spielkreis und das neue Feuerwehrhaus Sonderdilching. Ein „siebenstelliges Investitionsprogramm“ komme heuer auf die Gemeinde zu, sagte Wöhr. Für diesen „Rekordhaushalt“ werde man „deutlich in die Rücklagen greifen müssen“.

Verschieben wollte das Gremium die Sanierung der Gruber Straße trotzdem nicht. „Wir schieben es schon seit Jahren vor uns her“, sagte Wöhr. Und auch Ernst Weidl (UWG) meinte: „Irgendwann trifft uns der Berg.“ Jedoch störte er sich daran, „ins Blaue hinein“ Geld auszugeben, ohne Eckpunkte des Haushalts zu kennen. Der lag nämlich nicht vor. Im Laufe des Februars, erklärte Wöhr, werde der Finanzausschuss den Haushalt aber wohl festzurren.

Darin enthalten werden auch die Kosten für die Ertüchtigung der Fahrbahn an der Einmündung der Neukirchner Straße in die St 2073 bei Stürzlham sein. Die teuerste Maßnahme in einem 100 000 Euro schweren Bündel von Straßen, bei denen die Deckschicht erneuert werden muss. Hinzu kommen 195 000 Euro für „Kleinsanierungen“ auf mehreren Straßen. Flickarbeiten, um die Lebensdauer zu verlängern. Ein strategisches Ziel, wie Wöhr erklärte: „Weil wir uns Totalschäden im sechsstelligen Bereich nicht leisten können.“

Abgestimmt wurde über die jeweiligen Maßnahmen einzeln, zugestimmt hat der Gemeinderat letztlich allen – wenn auch nicht immer einstimmig, wie im Fall der Gruber Straße (14:1) und der Neukirchner Straße (12:3). „Nirgendwo kann man so viel Geld ausgeben wie für Straßen – und dann auch noch so schnell“, stellte Wöhr abschließend ernüchtert fest.

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