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Sieht einem Sprengstoffgürtel doch ein bisschen ähnlich: Vorrichtung für Mini-Kamera.

Danach sind sie sehr erleichtert

Schleierfahnder stoppen Syrer auf A8: Dieser Fund lässt ihr „Blut in Adern gefrieren“

Schleierfahnder kontrollieren am Wochenende ein Auto mit einem Mann aus Syrien am Steuer. Was sie dort finden, lässt ihnen „das Blut in den Adern gefrieren“. Dabei steckt etwas ganz anderes dahinter.

Weyarn - Die Grenzpolizei Kreuth berichtet: Eine zunächst „erschreckende“ Entdeckung machten die Schleierfahnder der Grenzpolizeistation Kreuth am Wochenende auf der Autobahn A8 auf Höhe Weyarn, als sie einen Pkw, Daimler C220, mit deutschem Kennzeichen kontrollierten.

Der Fahrer, ein in Deutschland lebender 22-jähriger Syrer, konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Die Durchsuchung eines mitgeführten Rucksackes ließ jedoch im ersten Moment den Polizisten das „Blut in der Adern gefrieren“. Dem ersten Anschein nach fanden sie einen Strengstoffgürtel. Tatsächlich handelte es sich aber um eine harmlose Konstruktion von elektronischen Komponenten, die mit schwarzem Klebeband an eine Gürtelbinde befestigt waren.

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Sinn und Zweck dieser Konstruktion ließ sich schnell klären und erfüllt so manchen Traum prüfungsgestresster Schüler. Es geht im Kern um die Bewältigung des theoretischen Teils von Führerscheinprüfungen. Der Prüfling bindet sich verdeckt unter der Kleidung die Gürtelbinde um und bringt eine vernetzte Knopflochkamera an der Jacke an. Damit überträgt der Prüfling einem Mittäter optisch die Fragen, die auf dem Prüfungsmonitor aufscheinen. Dieser ermittelt parallel mit einem Führerscheinprüfungsprogramm die richtige Antwort und gibt diese dem Prüfling mittels eines „Knopfs im Ohr“ durch.

Wann, wo und wie oft diese Technik in der Praxis bereits eingesetzt wurde, ist offen. Der syrische Staatsangehörige, von Beruf Schneider, wollte hierzu keine Aussage machen, deutete lediglich an, alles von einem Unbekannten geschenkt bekommen zu haben.

Die Schleierfahnder stellten die gesamte Ausrüstung zum Zwecke der Auswertung sicher und vernahmen den Syrer wegen des Verdachtes des Betruges. Weitere Ermittlungen laufen.

Immer wieder passiert auf der A8 reichlich Kurioses, wie zum Beispiel hier, als vier Araber am Irschenberg mit einem Victory-Zeichen durch die Radar-Kontrolle rasten. Sie waren unterwegs zum Flughafen und dachten wohl, sie kämen ungeschoren davon. Falsch gedacht.

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