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Samsung bringt auffaltbares Smartphone in Südkorea heraus

Festnahme auf der Autobahn

Polizei schnappt internationale Smartphone-Gauner 

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Eine professionelle Diebesbande, spezialisiert auf hochwertige Smartphones, ging der Polizei jetzt in Netz. Einen der aus Frankreich stammenden Täter schnappte die Polizei auf der Autobahn bei Weyarn.  

Weyarn - Eine Serie von Diebstählen hochwertiger Smartphones im süddeutschen Raum konnte das Kommissariat Grenze der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim nun klären. Zwei aus Frankreich stammende Männer hatten am 11. und 12. Februar mehrere Smartphones erbeutet. Einer davon sitzt nun in Untersuchungshaft.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand traten die Täter mindestens an den beiden genannten Tagen in mehreren Fachgeschäften für Telekommunikation in Neu-Ulm, Reutlingen, München, Rosenheim und schließlich in Kolbermoor auf. Dort interessierten sie sich  zunächst für neue und hochwertige Smartphones. Ihre Masche: In günstigen Momenten tauschten sie die neuen Produkte gegen alte, gebrauchte Handys aus und machten sich aus dem Staub.

Filialleiter kann einen der Diebe festhalten

Am 12. Februar etwa hielten sich die beiden in Frankreich wohnenden Georgier in einem  Fachgeschäft in Kolbermoor auf und ließen ein  hochpreisiges Smartphone mitgehen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mitteilt, wurde der Filialleiter jedoch aufmerksam und konnte einen der Täter, einen 43-jährigen Mann, nach kurzer Verfolgung unter Mithilfe von weiteren Passanten stellen. 

Nach Verständigung der Polizei wurde der Mann vorläufig festgenommen. Der zweite Täter konnte zunächst entkommen.

Dank entsprechender Videoauswertung  konnte dem Festgenommenen ein gleich gelagerter Diebstahl vom selben Tag, nur eineinhalb Stunden zuvor, in einem Geschäft am Rosenheimer Max-Josefs-Platz nachgewiesen werden. Auch hier war die Beute ein hochpreisiges Smartphone.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein sitzt der Georgier in Untersuchungshaft.

Zweiter Täter geht bei Weyarn ins Netz

Bei der Festnahme des zweiten Täters half Kollege Zufall mit. Etwa eine Stunde nach dem Diebstahl in Kolbermoor kontrollierte eine Streifenbesatzung des Hauptzollamts Rosenheim auf der A 8 (Fahrtrichtung München) im Bereich Weyarn ein französisches Auto, gelenkt von einem 43-jährigen Georgier. Bei der Kontrolle stießen die Zöllner zunächst auf mehrere Packungen Drogenersatzstoffe, für die der Fahrer keine medizinische Notwendigkeit nachweisen konnte.

In einem speziell präparierten, professionellen Versteck fanden die Kontrollbeamten schließlich insgesamt sieben hochwertige Mobiltelefone. Außerdem stellte sich heraus, dass sich der Mann unerlaubt in Deutschland aufgehalten hatte. Sein Pkw war nicht versichert und nicht mehr zugelassen.

Durch die Auswertung der Videoüberwachung aus den betroffenen Geschäften in Rosenheim und Kolbermoor konnte der vom Zoll kontrollierte Mann eindeutig als Mittäter des inhaftierten Georgiers identifiziert werden.

Kripo sucht nach rechtmäßigen Besitzern der Smartphones

Das Fachkommissariat Grenze der Kripo Rosenheim hat zwischenzeitlich ein weiteres der im Pkw aufgefundenen Smartphones einem Trickdiebstahl in einem Fachgeschäft in der Münchner Innenstadt zugeordnet. Dieses Handy hatten die Täter offensichtlich ebenfalls mit dem gleichen Trick am Mittwochvormittag (12. Februar) noch vor den Taten in Rosenheim und Kolbermoor erbeutet.

Die Kripo versucht jetzt, die vier übrigen aufgefundenen Smartphones ihren rechtmäßigen Besitzern zuzuordnen und den Diebeszug der beiden Georgier vollumfänglich aufzuklären..

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