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Eröffnungskomitee: (v.l.) Zweiter Bürgermeister Franz Demmelmeier, Betty Mehrer (SPD), Klaus Pelikan (CSU), Bürgermeister Leonhard Wöhr und Kämmerin Christel Altenweger übergaben den Brezen-Schlüssel an die Veranwortlichen des Eltern-Kind-Spielkreises.

20 Prozent mehr als kalkuliert

Eltern-Kind-Spielkreis ist umgezogen: So teuer wurde der Umbau

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Der Elter-Kind-Spielkreis hat den Betreuungsbetrieb in seinen neuen Räumlichkeiten aufgenommen. Deren Umbau wurde deutlich teurer als geplant.

Wattersdorf – Es war eine regelrechte Punktlandung – wie sollte es auch anders sein: Anfang der Woche hat der Eltern-Kind-Spielkreis seine neuen Räumlichkeiten in Wattersdorf in Betrieb genommen. Bevor die Buben und Mädchen jedoch in ihren neuen Kindergarten konnten, inspizierte ihn zunächst noch das Landratsamt Miesbach mit seiner Fachabteilung zur Aufsicht für Kindertageseinrichtungen. „Nur drei Tage vor Inbetriebnahme“, berichtet Bürgermeister Leonhard Wöhr nun im Gemeinderat. „Es war schon eine sportliche Aufgabe, dass wir termingerecht fertig werden.“

Der Stress vorm Einzug steht symptomatisch für den gesamten Umzug der Weyarner Betreuungseinrichtung. Der Abschied aus den ehemaligen Räumlichkeiten in der J.-B-.-Zimmermann-Straße in Weyarn stand lange fest. Der Vermieter hatte rechtzeitig und termingerecht Eigenbedarf angemeldet. Weil sich die Suche nach einem neuen geeigneten Standort als schwierig erwies, verlängerte er die Frist. Selbst als die Räume an der Ziegelstraße in Wattersdorf gefunden waren, war Geduld gefragt. Wegen der ausgelasteten Baufirmen konnten die Zuschläge laut Rathaus erst Mitte August erteilt werden.

Umzug und Umbau haben nicht nur länger gedauert, sondern sind auch deutlich teurer geworden. Die ursprüngliche Kostenprognose musste laut Wöhr ob der überhitzten Baukonjunktur um „gut 20 Prozent“ nach oben korrigiert werden. Die Schlussrechnung stehe zwar noch aus, sagt Wöhr, er rechne Stand jetzt aber mit einem Investitionsvolumen von gut einer Halben Million Euro; vor Abzug der staatlichen Zuschüsse. Hinzu kommen Ausgaben für die Bepflanzung, Spielgeräte und den Zaun im Außenbereich. Die Bauarbeiten im Freien konnten wegen des Wintereinbruchs nicht fertiggestellt werden.

Lesen Sie auch: Gemeinde versucht Kosten für Spielkreis-Umzug zu drücken

Die Inneneinrichtung hat der Trägerverein, der Miete und Unterhalt der Räume selbst erwirtschaftet, finanziert. Er freute sich zudem über zahlreiche Sponsoren. Das Förderzentrum Hausham steuerte eine großzügige Möbelspende bei, der Lions Club unterstütze den Umzug finanziell. Auf 350 Quadratmetern werden in zwei Gruppen derzeit 43 Kinder betreut.

Die Buben und Mädchen haben ihren neuen Kindergarten schon jetzt zum Fressen gerne. Den symbolischen Schlüssel aus Brezenteig, den Bürgermeister Wöhr nun an die Verantwortlichen des Trägervereins übergab, verputzten die Kinder ratzfatz.

fp

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