Kontrolle Lkw.
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Einen türkischen Sattelzug zog die Verkehrspolizei am Seehamer See aus dem verkehr (Symbolbild).

Ladung war verrutscht

Gefährliche Schieflage: Polizei stoppt Sattelzug - und entdeckt viele Mängel

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Die Ladung war verrutscht, der Lkw hatte erhebliche Schieflage. Auf Höhe Seehamer See stoppte die Polizei am Mittwoch (30. September) einen türkischen Sattelzug. Dabei stellte sich heraus, dass die Reifen völlig abgefahren waren und der Fahrer viel zu schnell gefahren war.

Weyarn - Ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn A 8 alarmierte am Mittwoch (30. September) gegen 11 Uhr per Notruf die Polizei. Er berichtete von einem türkischen Sattelzug, bei welchem offensichtlich die Ladung verrutscht war. Der Lkw war deshalb schon in gefährliche Schieflage geraten.

Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Rosenheim schaffte es, den Sattelzug auf Höhe des Seehamer See anzuhalten. Zusammen mit Beamten der Schwerverkehrkontrollgruppe der VPI Rosenheim wurde der Lkw dann einer genaueren Kontrolle unterzogen.

Reifen war komplett abgefahren

Das Ergebnis war erschreckend: Tatsächlich war nach Angaben der Polizei die gesamte Ladung nach rechts verrutscht, so dass sich die Plane des Sattelanhängers bereits stark nach außen wölbte. Des Weiteren wurden insgesamt sieben mangelhafte Reifen festgestellt. Einige waren so stark beschädigt, dass das Stahlgewebe frei sichtbar war; andere hatten überhaupt kein Profil mehr.

Und damit noch nicht genug: Die Beamten stellten zudem Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten fest. Außerdem war der Fahrer, ein 41-jähriger Türke, einmal viel zu schnell gefahren, was zu einem massiven Geschwindigkeitsverstoß führte.

Die Polizei unterband die Weiterfahrt sofort. Der 41-Jährige darf seine Fahrt erst fortsetzen, wenn sämtliche Mängel behoben wurden. Den 41-Jährigen und dessen Spedition erwarten nun mehrere Anzeigen und ein Bußgeld von insgesamt über 1000 Euro.

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