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Stolz auf das Mehrgenerationenwohnen sind Weyarns Zweiter Bürgermeister Franz Demmelmeier (r.) und Max von Bredow vom Immobilienentwickler Quest. 

Polis Award

Weyarner Wohnprojekt gewinnt bundesweiten Preis

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Weyarn – 150 Projekte aus ganz Deutschland haben sich für den Polis Award 2019 beworben – das Weyarner Mehrgenerationenwohnen schaffte es unter die ersten drei

Weyarn – 150 Projekte aus ganz Deutschland haben sich für den Polis Award 2019 beworben – das Weyarner Mehrgenerationenwohnen schaffte es unter die ersten drei: Die fünf Häuser am Klosteranger überzeugten die Jury des bundesweiten Wettbewerbs in der Kategorie Soziale Quartiersentwicklung.

Der Polis Award wird jedes Jahr auf der Polis Convention verliehen – einer Messe für Stadt- und Projektentwicklung in Düsseldorf. Der Preis zeichnet Projekte aus, die über ihren eigenen Rahmen hinaus einen Beitrag für das öffentliche Wohl einer Stadt erbringen. Er würdigt Mut, sich neuen Lösungen zu öffnen sowie eine partnerschaftliche Projektumsetzung.

Die Weyarner Neubauten, die der Immobilienentwickler Quest realisiert hat, überzeugten die Jury nicht nur, weil sie den bisher fehlenden Bedarf an barrierefreien und bezahlbaren Wohnungen decken. Sondern auch, weil sich aus den unterschiedlichen Wohnungsgrößen eine spannende Durchmischung der Bewohner ergebe und die bewusst als Gemeinschaftsflächen konzipierten Areale innen und außen die Möglichkeit eröffneten, Gemeinschaft zu leben.

Auch die Architektur des Außenbereichs überzeugte die Jury. Ihr gefällt, dass die Gebäude locker und mit reichlich Abstand zueinander in einem verkehrsfreien Areal angeordnet sind. Dass es viel Grün, Spiel- und Gemeinschaftsflächen für die gesamte Dorfgemeinschaft gibt – und nicht nur für die Bewohner des Klosterangers.

Ein weiteres Kriterium war für die Jury die Weyarner Bürgerbeteiligung. Die Bürger konnten sich in Arbeitskreisen mit ihren Ideen einbringen. Die Herausforderung, architektonische Schönheit und soziale Anforderungen in Einklang zu bringen, sei gelungen.

Auf den ersten Platz schaffte es das integrative Wohnprojekt Klarissenkloster in Köln, das Flüchtlingen und Alteingesessenen Wohnraum bietet. Den zweiten Platz belegt die Sanierung einer ehemaligen Textilfabrik in Wuppertal, auf deren Areal Gewerbeflächen und zum Teil geförderte Wohnungen für große Familien, Senioren und Studenten-WGs Platz finden.

Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) freut sich über den Preis. „Es sind 70 barrierefreie Wohnungen entstanden. Das gibt es in der Dimension woanders wohl nicht.“ Zweiter Bürgermeister Franz Demmelmeier (SPD) betont, dass die Gemeinde für die schöne Gestaltung des Außenbereichs samt Gemeinschaftsgarten, Grundstücke definiert habe, die nun nicht mehr als Baugrund zur Verfügung stehen. Hier könne Integration zwischen Alteingesessenen und Neu-Weyarnern, zwischen Jungen und Alten stattfinden.  

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