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Leonhard Wöhr ist Erster Bürgermeister in Weyarn. Jetzt soll er auch Kreisrat werden. 

Weyarns Bürgermeister soll als Kreisrat vereidigt werden

Wöhr: „Ich versuche, Lücke auszufüllen“

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Weyarn - Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) soll als Kreisrat vereidigt werden. Er tritt damit die Nachfolge des verstorbenen Vize-Bürgermeisters Bernd Rohnbogner an. Ein Gespräch. 

Nach dem Tod des Kreuther Vize-Bürgermeisters Bernd Rohnbogner kam die Frage auf, wer in der CSU dessen Kreistagsmandat übernimmt (wir berichteten). Weil Josef Schaftari als Nachrücker ausschied – er ist Mitarbeiter des Landratsamt – wäre der ehemalige und wegen seiner Sponsoringaffäre in die Kritik geratene Landrat Jakob Kreidl an der Reihe gewesen. Das löste ein überregionales Medienecho aus. Kreidl verzichtete schließlich auf das Mandat. Der nächste Nachrücker auf der Liste ist Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr (57). In der Kreistagssitzung am Mittwoch, 19. Oktober, soll er vereidigt werden. Im Gespräch verrät er, wie er seine Rolle im neuen Gremium sieht.

Herr Wöhr, finden Sie es gut, dass der umstrittene Ex-Landrat Jakob Kreidl verzichtet hat?

Wöhr: Ich denke, dass das seine persönliche Entscheidung war, bei der – auch unter dem rechtlichen Aspekt – niemand mitschnabeln kann und soll.  Und ich respektiere seine Entscheidung.

Nächster Nachrücker sind Sie. Nehmen Sie das Kreistags-Mandat an?

Wöhr:  Ja natürlich, sonst hätte ich dafür auch nicht kandidieren brauchen.

Haben Sie heimlich gehofft, zum Zuge zu kommen.

Wöhr:  Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet. Bei der letzten Legislaturperiode war ich erster Nachrücker und kam nicht zum Zuge. Jetzt war ich ja erst dritter Nachrücker.

Sie sind doch sicher froh, als Bürgermeister nun endlich bei der Kreispolitik mitbestimmen zu dürfen.

Wöhr Froh bin ich nicht, weil die Begleitumstände – ein Todesfall – tragisch sind. Ich tue meine Pflicht und komme dem Wählerwillen nach. Davon abgesehen ist es sicher sinnvoll, als Bürgermeister im Kreistag vertreten zu sein, weil es viele Wechselwirkungen zwischen Kreispolitik und Gemeindepolitik gibt.

Welche Themen möchten Sie denn anpacken?

Wöhr:  Ich komme neu in ein bestehendes Gremium, sodass ich mir nicht anmaße, den Ton anzugeben. Ich werde mich erst mal da einbringen, wo ich in der Fraktion gebraucht werde und versuche, die hinterlassene große Lücke meines Vorgängers soweit als möglich auszufüllen. Andererseits bin ich schon lange in der Gemeindepolitik tätig und bringe viel Erfahrung aus einer ländlichen Nordgemeinde mit, die ich gerne einbringen möchte. Ich bin schon einer, der bestimmte Vorstellungen hat.

Das Gespräch führte

Marlene Kadach

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