Im Landkreis Miesbach

Wolf gesichtet im Landkreis Miesbach: Video kursiert auf WhatsApp - Gemeinde in Angst

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Am Seehamer See wurde womöglich ein Wolf gesichtet. Ein Video kursiert in den Sozialen Medien. Nun grassiert die Angst.

Update, 20. April, 15.55 Uhr: Die Wolfssichtung im Landkreis Miesbach wurde von Behörden-Seite auf Nachfrage bestätigt. Damit ist klar: Ein Wolf ist im Landkreis unterwegs. Das Video wurde Ortskundigen zufolge nördlich vom Seehamer See aufgenommen.

Ursprünglicher Artikel, 20. April, 16.46 Uhr: Weyarn – Das Video zeigt ein mächtiges graues Tier, das durch grüne Wiesen trabt. Es sieht aus wie ein ziemlich großer Wolf. Auch Bezirks-Almbauer Anton Maier aus Rottach-Egern hat das aus einem Auto aufgenommene Video per What’sApp bekommen. Und gehört, wo es entstanden ist: am Seehamer See, Gemeinde Weyarn. Nicht nur ihm macht das Video Angst, das derzeit durch die Sozialen Medien geistert.

Doch noch sind dazu viele Fragen offen. Handelt es sich bei dem Tier um einen Wolf oder doch um einen sehr großen Hund? Und wo ist das Video entstanden?

Seehamer See: Wolf gesichtet? Video kursiert auf Whatsapp

Um das zu klären, hat das Landratsamt Miesbach die Aufnahme gestern an das Landesamt für Umwelt zur Prüfung weitergeleitet. Noch sind die Experten zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen. „Das Video befindet sich derzeit in der Prüfung. Verifiziert wird, ob es sich um einen Wolf handelt sowie der Ort der Aufnahme“, teilt ein Sprecher des Landesamtes mit. Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand des Landesamts sei das Video des mutmaßlichen Wolfs am Montagnachmittag im Landkreis Miesbach aufgenommen worden. Im Übrigen stelle jeder Wolfsnachweis lediglich eine Momentaufnahme dar, die Frage nach dem Verbleib einzelner Tiere könne nicht abschließend beantwortet werden, macht der Sprecher deutlich. Es handle sich um ein „besonders und streng“ geschütztes Tier.

Laut Landratsamt wurde im Landkreis zuletzt vor etwa zehn Jahren ein Wolf nachgewiesen. Das Tier hatte vier Schafe in der Gemeinde Fischbachau gerissen. 

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Rubriklistenbild: © Screenshot

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