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Verschmutzer müssen draußen bleiben: Um mit Klopapier bedeckte Hinterlassenschaften von Auto-Reisenden am Seehamer See zu vermeiden, haben die Stadtwerke München einen Zaun nahe des Autobahnparkplatzes aufgestellt.

Wanderweg am Seehamer See

Zaun soll Wildbiesler fernhalten 

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Seeham – Das Wandervergnügen rund um den Seehamer See ist wieder hergestellt. Nicht nur, weil Bürger wie berichtet im vergangenen Herbst den maroden Rundweg in Eigenleistung saniert haben. Auch die Stadtwerke München sind nun aktiv geworden

Die Stadtwerke München (SWM) haben nun einen Zaun gesetzt, in unmittelbarer Nähe zum Autobahn-Parkplatz Seehamer See an der Autobahn A 8 in Richtung Salzburg. 

Das war auch dringend nötig, wie Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) auf Nachfrage mitteilt. Wie berichtet, hatten Auto-Reisende, Böschung und Behelfsstraße nicht nur dazu genutzt, um zum See zu kommen und die Aussicht zu genießen, sondern auch, um dort ihre Notdurft zu verrichten und ihren Reise-Müll kurzerhand in der Landschaft zu entsorgen. „Da schaut’s unmöglich aus“, hatte der Rathaus-Chef in der November-Sitzung des Gemeinderats geschimpft. Es sei nicht gerade Reklame für den See, wenn mit Klopapier bedeckte Tretminen mitten auf dem Wanderweg lägen und „die Wanderer da zwischen durch staksen müssen“. Statt eines Naherholungsgebiets glich das Ufer eher einer Müllhalde. 

Mittlerweile hatte auch die Autobahnmeisterei gehandelt, große und kleine Haufen entsorgt und ordentlich aufgeräumt. Damit der Zustand auch in Zukunft so bleibt, gab es einen Ortstermin unter anderem mit SWM und Anwohnern, um herauszufinden, wie sich dieser Bereich besser schützen lasse. Geblieben ist von der Lösungssuche ein Maschendrahtzaun, der Reisende nun davon abhalten soll, sich in der Natur ein stilles Örtchen zu suchen. Ein Verbotsschild hatte die Autobahnmeisterei abgelehnt, da dies keine Wirkung habe. Der Seehamer See dient den Stadtwerken als Ausgleichsbecken für das Leitzachkraftwerk. Als Grundstückseigentümer war es an ihnen, den Zaun zu setzen.

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