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Das neue Gebäude (r.) steht bereits. Dieser Tage werden die Boulder-Wände eingebaut.

Die Eröffnung steht bevor

Boulderhalle: Ab November geht’s aufwärts

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Weyarn - Die Erweiterung der Weyarner Kletterhalle läuft wie am Schnürchen. Am 12. November soll das Gebäude offiziell eingeweiht werden.

Das Geschäft mit der Höhe läuft. „Die Kletterhalle ist sehr gut besucht“, sagt Andreas Huber, Vorsitzender des Fördervereins Kletterzentrum Aufwärts Miesbach. „Sonst würden wir jetzt nicht erweitern.“ Und das neue Projekt im Gewerbegebiet am Weiglfeld in Weyarn wächst. Das Gebäude der Boulderhalle steht schon. Dieser Tage werden im Inneren die Boulder-Wände eingebaut. Elektronik und Heizung sind bereits fertig.

Mit einer Eröffnungsfeier am 12. November will der Verein die neue Boulderhalle offiziell einweihen. Bei einem kleinen Wettkampf sollen sich die Sportler messen. Gleichzeitig wird dann der erste Geburtstag der 16 Meter hohen Kletterhalle nebenan gefeiert. Das KletterZ startete seinen Betrieb im Oktober 2015 (wir berichteten). Kurz darauf beantragte der Verein den Bau einer zusätzlichen Boulderhalle mit einer Höhe von 7,50 Meter und 500 Quadratmetern Boulderfläche, die dem seilfreien Klettern in geringer Höhe dient. Zwar befindet sich in der bestehenden Halle bereits ein kleiner Boulderbereich. Aber die Nachfrage steigt laut Huber. Deshalb kommt bald das BoulderZ.

Das Besondere: Es soll auch einen Top-out geben. Will heißen: Die Nutzer können bis auf 4,50 Meter hochklettern und dort oben in eine Galerie steigen. „Dort richten wir eine Chill-out-area mit Sofas ein“, sagt Huber. Von dort haben die Kletterer einen Gesamtüberblick.

Die Boulderhalle kostet circa 450 000 Euro, hier springt die Oh-Do-Kwan-Stiftung ein. Deshalb soll das Gebäude später nach dem Vorstand der Stiftung, Karl-Wiedmeier, benannt werden. Die 2,4 Millionen Euro für die große Kletterhalle übernahm damals größtenteils die Stiftung Leifheit aus Nassau.

Im KletterZ wartet der Verein derzeit mit therapeutischen Angeboten auf. Eine Gruppe für Menschen mit Behinderungen trainiert dort regelmäßig. Laut Huber sind darunter auch Asylbewerber, die zum Beispiel schwere Schussverletzungen haben. Außerdem kooperiert der Förderverein mit dem Gymnasium Bruckmühl. Klettern ist dort Teil des Sportunterrichts, der dann in Weyarn stattfindet. Auch mit dem Caritas-Kinderdorf in Irschenberg existiert eine Zusammenarbeit, unter den Kindern befinden sich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das Forschungsprojekt „Bouldern gegen Depressionen“ mit der Universität Erlangen startet erst nächstes Jahr.

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