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Ortstermin an der Ladesäule: Zur Inbetriebnahme der Elektro-Tankstelle trafen sich (v. l.) Autohausbesitzer Markus Weiss, Thomas Assmann (AK Energie und Umwelt), Bürgermeister Leonhard Wöhr, Günther Hammel (AK), Maria Assmann, Katja Klee (Gemeindeverwaltung) und – als eine der ersten Testfahrer des BMW i3 – Horst und Florian Gerhard.

Ladesäule für Elektro-Autos und E-Bikes

Hier tankt die Zukunft auf

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Weyarn - Weyarn hat eine Ladesäule für Elektro-Autos und E-Bikes eingerichtet. Im Oktober gibt es ein kostenloses Lockangebot. 

Mitten in Weyarn hat die Zukunft begonnen: Am Kinderspielplatz an der Ignaz-Günther-Straße wartet eine nagelneue Elektro-Ladestation auf E-Bikes und Elektro-Autos. Zur Einführung gibt es ein besonderes Zuckerl: Gemeindebürger können sich bis zum morgigen Donnerstag kostenlos einen BMW i3 oder ein Pedelec ausleihen. Die Nachfrage war so groß, dass die Fahrzeuge allesamt bereits ausgebucht sind. Wer nicht zum Zug kam, meldet sich am besten schnell für eine zweite Testphase an, die von 8. bis 20. Oktober angesetzt ist. 

Die Anschaffung der Ladesäule ist Teil des Projekts „landmobile“, an dem sich die Gemeinde Weyarn beteiligt – als eine von zwölf oberbayerischen Kommunen. Ziel des vom Amt für Ländliche Entwicklung geförderten Projekts ist es, Aufmerksamkeit für das Thema Elektromobilität zu wecken und auch im ländlichen Raum die „Mobilitätswende“ voranzubringen. 

Für den Bau der Basisladesäule hat die Gemeinde 15 000 Euro bereitgestellt. „Wir werden da wohl drunter bleiben“, glaubt Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). Die Hälfte der tatsächlichen Kosten werde als Zuschuss vom Amt für Ländliche Entwicklung erstattet. Die Gemeinde nutzte die Gelegenheit, um den Parkplatz vor der Ladestation umzubauen und zu erweitern. Aus Längs- wurden Querparker, bis zu sieben Fahrzeuge (inklusive der „Tankplätze“) finden dort jetzt Platz. Die Kosten dafür schätzt Wöhr auf bis zu 8000 Euro. 

Die Ladesäule verfügt über zwei Stecker für Elektro-Autos (Typ 2) sowie über zwei Schuko-Stecker für E-Bikes (Pedelecs). „Das Laden ist noch kostenlos“, sagt Wöhr. Die Weyarner Stromtankstelle ist in eine App integriert, die anzeigt, ob ein Ladeplatz frei ist. 

Um das neue Angebot zu bewerben, wurde für einige Tage die kleine Testflotte organisiert. Auch der Bürgermeister ist auf den Geschmack gekommen. Er hat sich privat einige Tage ein Elektro-Unterstützes Mountainbike ausgeliehen. „Hat Spaß gemacht“, berichtet Wöhr, „Berge verlieren ihren Schrecken und trotzdem kommt man in Bewegung.“ Selbst für dienstliche Fahrten innerhalb der Gemeinde schwang er sich aufs E-Mountainbike. „Man kommt gut vorwärts.“ Ihn freut’s, dass in der Gemeinde auch drei Betriebe auf E-Mobilität setzen: Peugeot Weiss in Kleinpienzenau sowie in Weyarn der Fahrradhersteller „M 1-Sporttechnik“ und das Radsportgeschäft Reisinger’s Tretlager. Zur Akzeptanz von Elektro-Autos und E-Bikes trage sicher bei, dass die Anschaffungskosten günstiger werden. „Unsere Ladesäule soll ein zusätzlicher Anschub in diese Richtung sein“, sagt der Bürgermeister. 

Insgesamt zwölf oberbayerische Kommunen sind im „landmobile“-Projekt aktiv. Dazu gehören die fünf „Ökomodell Achental“-Gemeinden Bergen, Grabenstätt, Schleching, Übersee und Unterwössen sowie Albaching, Amerang, Feldkirchen-Westerham, Nußdorf, Söchtenau, Riedering und Weyarn.

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