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Promi-Alarm: Auch Wiesn-Reporterin Uschi Dämmrich von Luttitz (r.) aus Niederaltenburg und ihre Tochter Stephanie von Luttitz, die seit Kurzem BDKJ-Vorsitzende ist, besuchen den Neujahrsempfang. Bürgermeister Leonhard Wöhr freut sich. 

Wiesn-Reporterin Uschi Dämmrich von Luttitz bei Neujahrsempfang

Ernste Worte und Promi-Alarm

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Weyarn - Ernste Worte, Lob an Ehrenamtliche und Promi-Alarm: Beim Neujahrsempfang in der Weyarner Schulaula war einiges geboten. Bürgermeister Leonhard Wöhr blickte auf die wichtigsten Ereignisse in seiner Gemeinde zurück.

Promi-Alarm in der Schulaula: Die Besucher tuscheln, recken aufgeregt ihre Köpfe nach hinten. Dort stehen an einem Bartisch zwei Frauen. Das gibt’s doch nicht, wird an Tischen geflüstert – die Fernsehmoderatorin und Wiesn-Reporterin Uschi Dämmrich von Luttitz mit ihrer Tochter Stephanie von Luttitz sind auch da. Letztere wird von Bürgermeister Leonhard Wöhr gesondert begrüßt – weil die 29-Jährige aus Niederaltenburg seit Kurzem BDKJ-Vorsitzende in der Erzdiözese München und Freising ist (wir berichteten). Und darauf ist die Gemeinde schon ein bisschen stolz. "Meine Mama hat mich heute begleitet", sagt Stephanie von Luttitz. 

Ansonsten ging es auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde gediegen zu, rund 170 Gästen waren gekommen. Die Musikkapelle Probst spielte auf. 

Bürgermeister Wöhr begann seine Rede mit ernsten Worten. „Viele blicken mit Sorge auf den Fortgang des Weltgeschehens im Jahr 2016“, sagte Wöhr. Unter anderem erinnerte er an die Terrorwarnungen, die in der Silvesternacht München erschütterten. „Nach jetzt 70 Jahren Frieden in Deutschland verspüren wir, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist.“ Trotzdem mahnte er zur Ruhe. „Angst ist der schlechteste Ratgeber überhaupt.“ Viel wirksamer seien engagierte Menschen, die keine Angst haben, von Entwicklungen überrollt zu werden. 

Und hier schlug Wöhr den Bogen zu den vielen Ehrenamtlichen, die in seiner Gemeinde tätig sind. Aus aktuellem Anlass lobte der Bürgermeister besonders die Helfer des Arbeitskreises Asyl, die Patenschaften übernommen haben, Sprachunterricht geben und den Flüchtlingen helfen, in ihrer neuen Heimat zurechtzukommen. „Wir werden in unserer Gemeinde in absehbarer Zeit circa 50 Asylbewerber beherbergen“, erklärte er. Im ehemaligen Gasthof Pritzl und in einer Wohnanlage am Erlacher Weg, die den Stadtwerken München gehört. „Sicherlich sind auch unsere Helfer nicht unbegrenzt belastbar“, sagte Wöhr. Daher rief er weitere Personen zur Unterstützung des Arbeitskreises auf. 

Auch die Arbeit der Reservisten- und Veteranenvereine stellte er im Zusammenhang mit den vielen Konflikten auf der Welt in den Fokus. Diese hätten sich die Mahnung vor dem Krieg auf die Fahnen geschrieben. So habe der Weyarner Verein 2015 die Inschriften am Kriegerdenkmal vor dem Rathaus zum Gedenken an die Kriegsopfer aus den beiden Weltkriegen und dem Deutsch-Französischem Krieg 1870/71 erneuert. „Nur wenn wir uns in unserem Bestreben nach Frieden und Gerechtigkeit nicht beirren lassen, dann können wir auch mit dem nötigen Optimismus in das neue Jahr starten.“ 

Auch andere verdiente Vereine wie Feuerwehren sowie Bürger lobte der Rathauschef. Allen voran den Gemeinderat, der im Jahr 2015 „einer hohen Arbeitsbelastung“ ausgesetzt gewesen sei. Zum Beispiel habe er die Klosterangerbebauung – ein Mammutprojekt – weiter auf den Weg gebracht genau wie die Ausschreibung des Breitbandausbaus. Eine der umstrittensten Entscheidungen sei der Beitritt zum Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland gewesen, aber: „Es zeichnet den Weyarner Rat gerade aus, dass er auch bei unterschiedlichen Meinungen an der Sache orientiert arbeitet.“ Und er erinnerte an die Eröffnung der Kletterhalle und das Richtfest auf Gut Falkenstein, wo eine große Wohnanlage entsteht. Wöhr freute sich auch darüber, dass den kirchlichen Gremien endlich gelungen ist, die Renovierung des Pfarrhofs – die 2016 startet – in Sichtweite zu bringen. 

Zudem dankte Wöhr den gemeindlichen Arbeitskreisen (AK). So leiste etwa der AK Energie und Umwelt derzeit durch die Ortsteilversammlungen, wo Bürger über die lokale Energiewende informiert werden, ein enormes Arbeitspensum ab. 

Am Ende seine Danksagungen betonte Wöhr: „Die Aufzählung war nur ein kleines Fenster, die Spitze des Eisbergs dessen Großteil und massives Fundament unter Wasser liegt.“ Dann beendete er seine Rede, die er bewusst kurz hielt. „Um mehr Raum für Gespräche zu lassen.“ Über all die Dinge, die zurückliegen und die, die 2016 anstehen.

Von Marlene Kadach

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