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Geduld brauchen Autofahrer ab April wieder auf der A8 Richtung zwischen Holzkirchen und München-Süd. Die Fahrbahn wird saniert.

Behinderungen bis Anfang Juli 

Jetzt wird's ernst: A8 wird zur Baustelle

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Holzkirchen - Pendler werden es nicht gerne hören: Es wird wieder eng auf der A 8 zwischen Holzkirchen und dem Kreuz München-Süd. Anfang April beginnt die Sanierung der Fahrbahn in Richtung München.

Bauarbeiten auf der Autobahn bei Holzkirchen, da war doch was? Pendler dürften es nicht vergessen haben: Im vergangenen Herbst sanierte die Autobahndirektion Südbayern die Fahrbahn in Richtung Salzburg. Es bildeten sich teils massive Staus, 19 Mal krachte es. Jetzt ist die Gegenrichtung dran. Erneuert wird die Fahrbahn auf einer Länge von insgesamt 14 Kilometern. „Teilweise tauschen wir sogar die Tragschicht aus“, sagt Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern. 

Der Zeitplan sieht zwei Abschnitte vor. Begonnen wird auf einer sieben Kilometer langen Strecke zwischen der Anschlussstelle Holzkirchen und einem Parkplatz. „In der ersten Aprilwoche werden dort die Schutzplanken aufgemacht“, sagt Seebacher. In dem Bereich wird dann auf Tempo 80 beschränkt. 

Ab 11. April ist geplant, die neue Verkehrsführung einzurichten. Auf der Baustellen-Seite verbleiben zwei Fahrstreifen, einer wird auf die Gegenrichtung verlegt. Damit stehen zwar jeweils drei Fahrstreifen zur Verfügung; es wird aber in beiden Richtungen deutlich enger, die Autofahrer müssen vom Gas gehen. Alle Kilometer sind Notbuchten eingerichtet, um bei Unfällen oder Pannen wenigstens etwas Luft zu haben. 

Die Standstreifen als Reserve-Fahrspur fallen während der Bauzeit komplett weg. „Deswegen lassen wir die Arbeiten in den Oster- und Pfingstferien ruhen“, sagt Seebacher. Sonst wären kurz vor dem Nadelöhr Südkreuz Mega-Staus programmiert. 

Die eigentlichen Fräs- und Asphaltierarbeiten starten laut Zeitplan am 25. April und dauern laut Seebacher etwa zwei Wochen. In dieser Zeit wird es nicht möglich sein, in Holzkirchen auf die Autobahn in Richtung München einzufahren. Umgeleitet wird über die Holzkirchner Nordspange sowie über die Staatsstraße 2573 (ehemals B 13) nach Otterfing und Sauerlach und schließlich zur Anschlussstelle Hofoldinger Forst. Die Ausfahrt Holzkirchen bleibt offen, dank der unmittelbar vorgeschalteten Tank- und Rastanlage. 

Den zweiten Abschnitt in Richtung Südkreuz will die Autobahndirektion gleich nach den Pfingstferien (Ende Mai) anpacken. Hier läuft es ähnlich wie im ersten Abschnitt – mit einer Ausnahme: Die Anschlussstelle Hofoldinger Forst ist von Mitte bis Ende Juni komplett gesperrt, weder Ein- noch Ausfahren wird möglich sein. Im Überleitungsbereich zum Kreuz München-Süd habe man Wert darauf gelegt, die Einfädelbereiche länger zu gestalten, sagt Seebacher. „Da haben wir vom letzten Jahr gelernt.“ 

Die Sanierung des vielbefahrenen Teilstücks zwischen Holzkirchen und dem Autobahnkreuz war überfällig, betont Seebacher. Die Fahrbahn dort ist an vielen Stellen etwa 40 Jahre alt, schon im Vorjahr habe man schadhafte Stellen notdürftig flicken müssen. Über 100 000 Autos fahren durchschnittlich jeden Tag an Holzkirchen vorbei. „In Spitzenzeiten zählen wir dort bis zu 150 000 Fahrzeuge.“ 

Rund zehn Millionen Euro wird die Sanierung kosten. Gearbeitet wird, mit Ausnahme der Ferien, Tag und Nacht. „Wir hoffen, dass wir Anfang Juli fertig sind“, sagt Seebacher, „je schneller desto besser.“ Er appelliert an die Autofahrer, die Tempobegrenzungen einzuhalten, aber die Baustelle zügig zu durchfahren. Die Erfahrung zeige, dass viele Staus auf Gaffer zurückzuführen seien. „Ja, es werden dort viele große und kleine Fahrzeuge stehen, nachts wird es blinken“, sagt Seebacher, „aber wer sich für Baumaschinen interessiert, geht besser auf die Bauma.“

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