Lachend, so wie man ihn kannte: Ein Bild erinnerte während der Totenmesse in Miesbach an Sepp Seemüller. Ihm zu Ehren hatten Fahnenabordnungen der Feuerwehren und anderer Vereine im Altarraum Aufstellung genommen. Foto: Andreas Leder
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Lachend, so wie man ihn kannte: Ein Bild erinnerte während der Totenmesse in Miesbach an Sepp Seemüller. Ihm zu Ehren hatten Fahnenabordnungen der Feuerwehren und anderer Vereine im Altarraum Aufstellung genommen.

Abschied von früherem Kreisbrandrat

Miesbach - Mit einer Totenmesse in der Miesbacher Stadtpfarrkirche haben Weggefährten aus dem Landkreis Miesbach Abschied vom früheren Kreisrat und Kreisbrandrat Sepp Seemüller genommen.

Vorne im Altarraum, auf einem schlichten Baumstamm, stand ein schwarz gerahmtes Foto mit Trauerflor. Darauf zu sehen ein verschmitzt lächelnder Sepp Seemüller. „Genau so war er, genau dieses spitzbübische Lachen hat er gehabt“, erinnerte sich Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz. Gemeinsam mit anderen Kommunalpolitikern und Vertretern der Feuerwehr nahm sie am Samstag bei einer Totenmesse Abschied vom früheren Stadt- und Kreisrat und langjährigen Kreisbrandrat. Mit 87 Jahren war Seemüller am 2. Dezember verstorben.

17 Jahre lang - von 1972 bis 1989 - stand der Miesbacher an der Spitze der Feuerwehren im Landkreis, fast doppelt so lang saß er für die CSU im Kreistag. Keine Frage also, dass ihm seine Weggefährten in der Miesbacher Stadtpfarrkirche einen würdigen Abschied bereiteten. Mit liebevollen Worten erinnerte sich Pongratz an einen „richtigen Miaschbecker“, der für viele ein väterlicher Freund gewesen sei und unbeschreiblich viel für seine Heimatstadt getan habe. Landrat Jakob Kreidl nannte ihn einen treuen Kameraden, dessen ausgleichendes Wesen beeindruckend gewesen sei.

Seemüllers Verdienste für die Feuerwehr würdigten Kreisbrandrat Anton Riblinger und Karl Neulinger, Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbands Oberbayern. Beide erinnerten an seine Beisetzung in Oberfranken die Woche zuvor. Während der Beerdigung erklangen die Sirenen im Kreis Lichtenfels, und in München-Riem läutete die Patronatsglocke der bayerischen Feuerwehren. Riblinger: „Da wussten wir, dass er angekommen ist.“ sh

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