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Als Bürogebäude fürs Landratsamt soll kurzfristig die frühere Landwirtschaftsschule (Mitte links) genutzt werden. Investitionen ins frühere Landwirtschaftsamt (vorne rechts) lohnen sich nicht. Das Gebäude ist marode. 

Kosten von bis zu 14,6 Millionen Euro

Dem Landratsamt geht langsam der Platz aus

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Miesbach - Wegen der Flüchtlingskrise bekommt die Kreis-Behörde immer mehr Mitarbeiter. Bis der Neubau fertig wird, dauert's noch. Nun weicht die Behörde auf die frühere Landwirtschaftsschule aus.

Die Kosten sind beträchtlich. Bis zu 14,6 Millionen Euro kommen in den nächsten Jahren für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes auf den Landkreis zu. Eine günstige Alternative gibt es offenbar nicht. Wahlweise müssten bestehende Gebäude für ähnlich viel Geld ertüchtigt werden. Derzeit ist das Landratsamt auf acht Standorte im Stadtgebiet verteilt.

Die Zeit drängt. Nicht zuletzt wegen der steigenden Anforderungen im Bereich Asyl und der damit verbundenen Erhöhung der Mitarbeiterzahl geht dem Landratsamt der Platz aus. Der geplante Neubau, der im Bereich des früheren Landwirtschaftsamts und der früheren Landwirtschaftsschule entstehen soll, wird allerdings frühestens 2021 bezugsfertig. Eine schnellere Lösung muss her.

Dem Bauausschuss des Miesbacher Stadtrats liegt deshalb für seine Sitzung an diesem Dienstag ein Antrag auf Nutzungsänderung vor. Die frühere Landwirtschaftsschule, die nach dem Umzug der Einrichtung nach Holzkirchen vor zwei Jahren leersteht, soll als Bürogebäude genutzt werden. Die Immobilie gehört dem Landkreis. Vorgesehen sind nach Auskunft des Bauamts im Miesbacher Rathaus 27 Büros sowie Besprechungs- und Sozialräume. Erteilt die Stadt Miesbach das gemeindliche Einvernehmen, kann das Landratsamt quasi bei sich selbst den Bauantrag einreichen und dort zeitnah Arbeitsplätze einrichten. Ob dies als Provisorium oder als Dauerlösung gedacht ist, war beim Landratsamt im Vorfeld nicht in Erfahrung zu bringen.

Parallel dazu laufen die Planungen für den Ersatzbau. Bekanntermaßen hat der Kreistag dafür eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt. Das Projekt gliedert sich in fünf Teile: in die Analysephase mit der konzeptionellen Planung, den Architektenwettbewerb, die Bauleitplanung mit Bauantragsverfahren, die Bauphase und die Bezugsphase.

Derzeit steht das Projekt am Beginn der Analysephase. Mit Unterstützung der Münchner RBS-Group ermittelt das Landratsamt unter der Federführung von Abteilungsleiter Alfons Besel die Anforderungen an die zukünftige Arbeitsumgebung. Dazu werden auch die rund 400 Mitarbeiter befragt. „Für die weiteren Planungsüberlegungen ist beispielsweise von großer Bedeutung, wer mit wem kommuniziert, wo Bürger in welchem Umfang beraten werden oder welche Raumanforderungen besondere Bereiche wie etwa der Katastrophenschutz haben“, erläutert Pressesprecher Birger Nemitz.

Zum Abschluss dieses Teilprojekts – voraussichtlich Ende September – wird ein umfassender Raumbericht vorliegen, auf dem alle weiteren Entscheidungen und die Planung aufbauen. Dann müssen Kreisausschuss und Kreistag die weitere Vorgehensweise festlegen. Läuft alles nach Plan, könnte im November der Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden.

Bei der derzeitigen Bedarfsermittlung geht es laut Nemitz ausschließlich um die räumlichen Anforderungen, nicht ums Personal an sich. Bekanntermaßen hatte CSU-Fraktionssprecher Josef Bierschneider bei den Haushaltsberatungen im Kreistag gefordert, die Organisations- und Personalstruktur im Landratsamt von einem externen Experten unter die Lupe nehmen zu lassen, um mögliches Einsparpotenzial zu ermitteln. Allein zur Bewältigung der Aufgaben im Asylbereich ist die Zahl der Planstellen in den vergangenen drei Jahren um knapp 36 gestiegen. Die Einstellung neuer Mitarbeiter erfolge aber bedarfsgerecht, versichert Nemitz. Da die Zahl der Asylbewerber derzeit nicht weiter steigt, benötige die Behörde fürs Erste auch kein weiteres Personal.

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