Schweres Erdbeben bei Athen - Telekommunikation zusammengebrochen

Schweres Erdbeben bei Athen - Telekommunikation zusammengebrochen

Nach Sicherheitsgespräch

Asylunterkünfte: Polizei punktuell mit mehr Präsenz

Landkreis - Auch wenn es sich laut Landratsamt um "wenige Einzelfälle handelt": Politik und Polizei haben bei einem Sicherheitsgespräch über die Straftaten von Asylbewerbern beraten.

Die jüngsten Negativ-Nachrichten im Zusammenhang mit Asylbewerbern und wohl auch die teils heftigen Reaktionen darauf im Internet haben Politik und Polizei im Kreis Miesbach veranlasst, sich zu einem Sicherheitsgespräch zu treffen und die Lage zu beraten. Ergebnis: „Bei den in Zusammenhang mit Asylbewerbern aufgetretenen Straftaten handelt es sich um wenige bedauerliche Einzelfälle.“ Dies schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung.

Und: „Die Polizei wird diese aber zum Anlass nehmen, die Präsenz punktuell zu erhöhen.“ Neben Landrat Wolfgang Rzehak waren Jürgen Garbe, Leitender Direktor des Präsidiums Oberbayern Süd, die Leiter der drei Inspektionen im Landkreis, ein Vertreter der Kripo sowie die Bürgermeister von Tegernsee, Holzkirchen und Miesbach oder deren Stellvertreter eingeladen. Auch der Integrationsbeauftragte des Landkreises, Max Niedermeier, hatte sich hinzugesellt.

Der bekräftigt gegenüber unserer Zeitung die kommunizierte Haltung: „Die allermeisten Asylbewerber sind sehr brav und dankbar.“ Allerdings sagt er auch klar, dass bei einer Unterbringung etwa in Turnhallen, wie aktuell in Miesbach (Erstaufnahme-Einrichtung) sowie künftig in Tegernsee, Probleme fast programmiert sind: „Wenn so viele Menschen so eng aufeinandersitzen, bleiben Aggressionen nicht aus.“

Offenbar galt es bei dem Treffen auch ein paar klärende Worte über das Verhältnis der Helferkreise und des Landratsamts zu verlieren. In der Pressemitteilung heißt es: „Darüber hinaus haben sich die Teilnehmer darauf verständigt, speziell die ehrenamtlichen Helfer im Rahmen ihrer wertvollen und unverzichtbaren Arbeit (...) noch mehr zu unterstützen.“ Hintergrund ist, dass vielfach Verärgerung im Kreise der Helfer, aber auch bei den Gemeinden herrscht. Sie fühlen sich von der Kreisbehörde nicht genug unterstützt beziehungsweise informiert. Auch die Ablehnung von angebotenen Unterkünften mit Hinweis auf bauliche Mängel stieß auf Unverständnis (wir berichteten).

In der Tat ist die zuständige Abteilung am Landratsamt bis zum Anschlag gefordert. Derzeit kümmern sich sieben Mitarbeiter um Asylangelegenheiten. Bereits bewilligte Neueinstellungen sind noch nicht vollständig erfolgt, heißt es auf Anfrage. Mitarbeiter seien schwer zu bekommen, da „auch die Nachbar-Landkreise händeringend Personal suchen“.

Die Kritik, die Behörde lasse die Kommunen allein, weist das Landratsamt zurück. Zwei Ansprechpartner, jeweils mit Stellvertreter, seien benannt und auch in dringenden Fällen erreichbar. Wie berichtet, hat der Landkreis einen achtköpfigen Lenkungsstab gegründet, mit dem der Austausch der Hauptamtlichen verbessert werden soll. Am Gesprächsbedarf hat dies offenbar wenig geändert.

Von Daniel Krehl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Keine Mehrheit für Sendemast in Irschenberg
Ein neuer Sendemasten, den Vodafone am Irschenberg errichten will, fiel nun im Gemeinderat durch. Das gemeindliche Einvernehmen wurde verweigert - ohne haltbaren Grund.
Keine Mehrheit für Sendemast in Irschenberg
Weil die Karte verschwunden ist: Richter zweifelt an Landschaftsschutzgebieten
Ohne Karte kein Landschaftsschutzgebiet: Zu dieser Einschätzung kam kürzlich ein bayerischer Verwaltungsrichter. Der Umweltausschuss hat umgehend reagiert.
Weil die Karte verschwunden ist: Richter zweifelt an Landschaftsschutzgebieten
Feuerwehr schlägt Alarm: „Unser Haus ist hoffnungslos veraltet!“
Die Fischbachauer Feuerwehr hat sich verjüngt, ihr Hauptquartier dagegen nicht: Noch heute ist das Haus auf dem Stand von Anfang der 1960er-Jahre. Das soll sich bald …
Feuerwehr schlägt Alarm: „Unser Haus ist hoffnungslos veraltet!“
Sie erfreute Kinder: 4000 Euro teure Bade-Schildkröte wurde absichtlich zerstört
Die riesige Wasserschildkröte, die als schwimmende Insel für das Warmfreibad Miesbach angeschafft worden war, haben Unbekannte mutwillig schwer beschädigt. Die Polizei …
Sie erfreute Kinder: 4000 Euro teure Bade-Schildkröte wurde absichtlich zerstört

Kommentare