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Stelldichein auf der Aussichtsterrasse: (h.v.l.) Wendelstein-Gastronom Paul Müller, Martin Unterrainer, Christine Horter, die Reichersdorfer Sänger Georg Ellmeier, Hans Ellmeier, Schorsch Berwanger und Klaus Ellmeier mit (v.v.r.) Zitherspieler Hans Baumgartner sowie die Gruber-Buam Flori und Hannes mit Vater Michael Schmid.

Advent auf dem Wendelstein

Künstler konkurrieren mit dem Sonnenuntergang

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Bayrischzell – Die Gäste konnten sich am Panorama einfach nicht sattsehen. Bei der Lesung "Advent auf dem Wendelstein" konkurrierten die Künstler mit dem Sonnenuntergang.

Von einem „Traumambiente“ sprach auch Martin Unterrainer. Seit vielen Jahren liest er im Wendelsteinhaus für den guten Zweck, in diesem Jahr musikalisch begleitet vom Haushamer Bergwachtgsang, den Reichersdorfer Sängern, Christine Horter an der Harfe und den Gruber Buam aus Uffing am Staffelsee. Traditionell eröffneten die Flintsbacher Alphornbläser die Veranstaltung. 

German Semsch, einer der beiden Geschäftsführer der Wendelsteinbahn, hielt die Besucher auf Bitten der Künstler dazu an, erst zum Ende der besinnlichen Stunde zu klatschen. Das fiel dem Publikum zunehmend schwer. Immerhin: Lachen war erlaubt, als Unterrainer Oskar Webers Nikolausgeschichte vom Höllischen Zehennagel las oder das Geheimnis um den Christbaum enthüllte. Dazwischen erzählten die Reichersdorfer Sänger musikalisch von der Winterzeit und dem Eisstockschießen, stimmten die Gruber Buam freche Gstanzl an und untermalte Christine Horter die besinnlichen Gedichte mit andächtigen Harfenklängen. 

Mit der Geschichte vom Weihnachtsengel – den Erinnerungen eines sudetendeutschen Heimatvertriebenen – schloss Unterrainer seine Lesung. Eine thematische Brücke in die heutige Zeit, die erneut geprägt ist von langen Schlangen vor den Flüchtlingsämtern. Und auch eine Brücke zum caritativen Zweck der Veranstaltung. Seit Jahren unterstützen die Wendelsteinbahn, die Wirtsfamilie Müller und die Brauerei Auerbräu aus Rosenheim mit dem „Advent auf dem Wendelstein“ die Aktion „Leser helfen Lesern“ des Miesbacher Merkur. Dieses Jahr profitiert unter anderem der Pakt für Integration und Arbeit, der Flüchtlinge in Beschäftigung bringen soll. „Junge Menschen in Lehrwerkstätten auf den Beruf vorzubereiten“, sagte Semsch, „diese Idee gefällt mir besonders gut.“

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