Alpenfreibad Bayrischzell
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In die Jahre gekommen: Das Bayrischzeller Alpenfreibad muss dringend saniert werden.

Ziel: Gemeinsame Linie

Alpenfreibad Bayrischzell: Kittenrainer trifft Bürgerbegehren-Initiatoren

In der Debatte um die Renovierung des Alpenfreibads Bayrischzell planen Bürgermeister und Bürgerbegehren-Initiatoren noch vor der nächsten Gemeinderatssitzung ein Treffen.

Bayrischzell – In der Debatte um die Renovierung des Alpenfreibads Bayrischzell planen Bürgermeister Georg Kittenrainer (CSU) und die Initiatoren des Bürgerbegehrens noch vor der nächsten Gemeinderatssitzung am 14. September ein Treffen. Dabei will Kittenrainer, der selbst ein Ratsbegehren zum Thema angestrengt hat, eine gemeinsame Linie finden und den zuletzt hochgekochten Streit beenden.

Wie berichtet, wird der Gemeinderat die Bayrischzeller mit dem Ratsbegehren fragen, ob sie das im Unterhalt teure Freibad lieber sanieren oder schließen wollen. Weil die Kosten einer Sanierung, die bis zur Abstimmung genau feststehen sollen, nach Schätzung des Gremiums deutlich über einer Million Euro liegen könnten, wollen Gemeinderäte und Bürgermeister die Bayrischzeller einbeziehen. Stimmt die Mehrheit mit ja, werden sie finanzierbare Optionen prüfen. Neben der Vollsanierung stehen eine Verkleinerung, ein Naturbad und ein Teilverkauf im Raum. Letztere Optionen will das Bürgerbegehren verhindern: Es fordert die Sanierung des Bads im derzeitigen Umfang – ohne Alternativen.

Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung hatten mehrere Mitglieder des Gremiums die Initiatoren des Bürgerbegehrens bezichtigt, Unwahrheiten zu verbreiten und die Menschen aufzuhetzen. Unter anderem hätten sie erzählt, der Gemeinderat wolle das Schwimmbad am liebsten schließen und dass es ohne Bürgerbegehren keine Abstimmung gebe. Alles sei unwahr.

Unmut erzeugt hatte auch, dass die Initiatoren des Bürgerbegehrens – Robert Mörtl, Alexander Jonscher und Barbara Wittmann – alle auf der FW-Liste gestanden hatten, mit der Albert Jupé im Frühjahr für den Gemeinderat kandidiert war. Jupé hatte aber selbst für das Ratsbegehren gestimmt. Nun befürchteten einige im Gremium, das Bürgerbegehren könne die Gemeinde spalten.

Kittenrainer hatte die Initiatoren zum Ende der Debatte auf ein Gespräch eingeladen. Seiner Meinung nach wolle niemand die Schließung des Bades, alle hätten dasselbe Ziel. Eine gemeinsame Linie sei möglich.

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