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Alpenplus-Skigebiete: Saisonkarten gibt’s nur noch mit 2G - Was gilt für Schüler ab zwölf?

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Von: Gabi Werner

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Einsteigen erlaubt? Wer die Skilifte, hier der Achter-Sessellift am Sudelfeld, nutzen möchte, braucht heuer vermutlich einen 2G-Nachweis. Davon gehen die Skigebiete derzeit jedenfalls aus.
Einsteigen erlaubt? Wer die Skilifte, hier der Achter-Sessellift am Sudelfeld, nutzen möchte, braucht heuer vermutlich einen 2G-Nachweis. Davon gehen die Skigebiete derzeit jedenfalls aus. © Archiv Thomas Plettenberg

Wer darf heuer einsteigen, wer nicht? Darüber herrscht bei den Betreibern der Skilifte nach wie vor keine Klarheit. Die Alpenplus-Partner geben Saisonkarten nur noch gegen 2G-Nachweis aus.

Bayrischzell/Schliersee/Tegernsee – „Wir müssen derzeit von der 2G-Regel ausgehen“, sagt Antonia Asenstorfer, Sprecherin der Alpenplus-Gebiete, zu denen auch das Sudelfeld in Bayrischzell und das Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee gehören. Bedeutet: Eine Liftkarte bekommt nur derjenige, der am Kassenhäuschen einen Nachweis vorlegen kann, dass er vollständig geimpft oder genesen ist. Besonderer Knackpunkt: Ab 1. Januar könnten auch Kinder ab zwölf von der Regelung betroffen sein – derzeit gilt für die Schüler noch eine Ausnahmegenehmigung für die Ausübung sportlicher Aktivitäten.

Welche Regel gilt für Schüler ab zwölf? Unsicherheit das größte Problem

Die Unsicherheit, wie es mit den Schülern ab zwölf Jahren weitergeht, ist in den Augen von Egid Stadler, dem Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld, eines der größten Probleme. Er wisse von vielen Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen – solche Familie kaufen dann auch keine Karte und verzichten lieber aufs Brettlvergnügen. „Ich hoffe, dass es dazu noch eine Lösung geben wird“, sagt Stadler.

Frist verlängert: Saisonkarten gibt es bis 10. Dezember zum Vorverkaufspreis

Eigentlich, glaubt der Geschäftsführer, wollen die Leute nach dem Totalausfall in der vergangenen Saison „heuer unbedingt Skifahren“. Doch die sich laufend ändernden Corona-Vorgaben sorgen nicht nur bei den Liftbetreibern, sondern auch unter den Kunden für große Unsicherheit. Saisonkarte kaufen oder lieber noch abwarten? Diese Frage stellt sich derzeit für zahlreiche einheimische Familien. Die Alpenplus-Partner wollen dem Rechnung tragen. Laut Asenstorfer haben sie deshalb die Frist, innerhalb derer es die Pässe zu vergünstigten Vorverkaufspreisen gibt, bis 10. Dezember verlängert. Auch das Rückzahlungsversprechen, das dann in Kraft tritt, wenn die Lifte pandemiebedingt ganze Monate nicht öffnen dürfen, haben die Skigebiete beibehalten. Neu ist allerdings, dass es die Saisonkarten nun nur noch gegen die Vorlage eines 2G-Nachweises gibt.

Blick der Alpenplus-Liftbetreiber geht in Richtung Zugspitze

Wie die Regeln für den Skibetrieb am Ende tatsächlich aussehen werden, dazu erhoffen sich sowohl Stadler als auch Asenstorfer noch konkrete Aussagen von Politik und Behörden. „Wir haben über unseren Verband deutlich gemacht, dass wir verlässliche Regelungen brauchen“, erklärt die Pressesprecherin. Die Zugspitz-Region startete bereits am Freitag unter 2G-Bedingungen und mit Maskenpflicht im Lift in die neue Skisaison. Die hiesigen Liftbetreiber beobachten das dortige Geschehen mit Interesse. „Wir sind uns sicher, dass der Skibetrieb unter den Vorgaben funktionieren kann“, sagt Asenstorfer. Vielleicht könne hier die Zugspitze als „Best-Practice-Beispiel“ herhalten.

Alpenplus-Sprecherin: Erneuter Lockdown wäre eine „Katastrophe“

Ein kompletter Lockdown, wie ihn die Liftbetreiber im vergangenen Winter erlebt haben, wäre laut der Sprecherin jedenfalls eine „Katastrophe“. „Und es wäre für uns alle auch nur schwer nachvollziehbar“, sagt sie.

Nächste Woche soll die künstliche Beschneiung beginnen

Rein organisatorisch stellen die vagen Aussichten die Skigebiete vor eine „ganz schwierige Situation“, wie Stadler sagt. Das Einstellen von Personal, die Vorbereitungen der Pisten, die Beschneiung – all das muss jetzt in die Wege geleitet werden. „Wir sind da ein gebranntes Kind“, erklärt Stadler. Im vergangenen Winter sei schließlich viel Geld in den Sand gesetzt worden. Dennoch werden in Kürze die Vorbereitungen auf die Skisaison wie gewohnt beginnen. Mitte oder Ende nächster Woche sollen die Temperaturen so weit sinken, dass Stadler mit der Beschneiung beginnen möchte.

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