Becken des Alpenfreibads Bayrischzell
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Wird wohl nicht mehr saniert: das Alpenfreibad Bayrischzell

„Absoluter Schmarrn“

Baugrundstrücke am Alpenfreibad schon vergeben? Bürgermeister weist Gerüchte zurück

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Noch ist das Bayrischzeller Warmfreibad nicht mal an den Seeberg umgesiedelt, schon gibt es Spekulationen über mögliches Bauland am Altstandort. Damit räumt der Bürgermeister nun auf.

Bayrischzell - Ein sonniger Südhang, etwas erhöht über dem schmucken Ortskern, umgeben von beeindruckenden Gipfeln: Das Grundstück des Alpenfreibads Bayrischzell würde ein Makler wohl ruhigen Gewissens mit dem Prädikat „Premium“ vermarkten – und wohl auch dementsprechende Quadratmeterpreise aufrufen. Ob das Areal überhaupt auf den freien Markt kommt, ist aber längst nicht sicher. Kein Wunder, steht ja noch nicht mal fest, ob das Warmfreibad überhaupt an den Seeberg umzieht. Doch je weiter die Planungen dafür voranschreiten (wir berichteten), desto mehr wächst auch das Interesse an potenziellen Bauplätzen am Altstandort.

Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen vorstellbar

Er spüre die Wünsche nach Wohnraum für Einheimische durchaus, versicherte Bürgermeister Georg Kittenrainer (CSU) nun im Gemeinderat. Stand jetzt könne aber keine Auskunft darüber geben, geschweige denn potenzielle Quadratmeter nennen. Erst wenn die Genehmigung für den Neubau des Bads da sei, werde sich der Gemeinderat über die Nachnutzung Gedanken machen. Er selbst könne sich auf der Fläche beispielsweise ein Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen sowie einige Baugrundstücke für an Eigentum interessierte Bürger vorstellen. Wie dieser Personenkreis letztlich definiert wird und wie hoch die Grundstückspreise ausfallen werden, habe der Gemeinderat selbst in der Hand. „Wenn wir verkaufen, machen wir das nach unseren Regeln“, versicherte Kittenrainer.

Auch interessant: Neues Warmfreibad Bayrischzell soll am Seeberg entstehen

Keine leichte Sache, warnte Hanno Acher (FWG). Einerseits müsse die Gemeinde das neue Schwimmbad refinanzieren und habe daher „nichts zu verschenken“. Andererseits sei der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum auf dem aufgeheizten Immobilienmarkt groß, gerade für einheimische Familien. Kittenrainer machte klar, dass die Gemeinde schon etwas erwarten werde, wenn sie ihr Bauland unter dem marktüblichen Preis abgebe. Beispielsweise eine Erstwohnsitzbindung. Über Details wie Vergabekriterien brauche man jetzt aber noch nicht reden, mahnte Kittenrainer.

Lukas Bucher (FWG) bat den Rathauschef noch, zu derzeit kursierenden Gerüchten Stellung zu nehmen, wonach die Grundstücke bereits intern vergeben worden seien. Damit räume er sogar sehr gern auf, betonte Kittenrainer. Das Interesse sei groß, aber er habe niemandem etwas versprochen. Ohne Zustimmung des Gemeinderats sei dies ohnehin gar nicht möglich. Die Gerüchte seien deshalb nicht mehr als „ein absoluter Schmarrn“.

sg

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