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Luftgepolstert über den Schnee - mit dem Airboard auf die Piste. (Symbolbild)

Berufung zurückgezogen

Airboard-Veranstalter muss nach Unfall 11.000 Euro zahlen

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Ein halbes Jahr konnte sie nicht arbeiten: Nach einem Unfall beim Airboarden fiel eine Mitarbeitern des Münchner Flughafens lange aus. Jetzt muss der Veranstalter aus Bayrischzell zahlen.

Bayrischzell – Ein Event-Veranstalter aus Bayrischzell muss wegen eines vier Jahre zurückliegenden Airboarding-Unfalls gut 11 000 Euro Schadenersatz an die Münchner Flughafen-Gesellschaft zahlen. Eine Mitarbeiterin hatte sich beim Airboarden beide Oberschenkel gebrochen, als sie gegen eine eiserne Wasserwanne stieß, die im Schnee verdeckt war. Sie konnte ein halbes Jahr lang nicht arbeiten.

Vom Landgericht München II war der Unternehmer zur Zahlung der fünfstelligen Summe verurteilt worden. Doch er zog in die Berufung vor das Oberlandesgericht (OLG). Nach einem entsprechenden Hinweis des Obergerichts nahm der Bayrischzeller die Berufung jetzt zurück. Das teilte gestern Abend die Pressestelle des Landgerichts mit. Dadurch ist das Urteil nun rechtskräftig.

Die Flughafen-Gruppe war im Rahmen einer Fortbildung einen Seitenhang der Brecherspitz hinunter gefahren. Wie ihre Kollegen war die Marketingangestellte (30) auf Unebenheiten hingewiesen worden. „Wir sollten auf Steine achten“, sagte die Frau als Zeugin. Von einer Eisenwanne habe sie nichts gewusst. Die gehört einem Landwirt und steht schon seit Jahren dort. Im Sommer dient sie als Viehtränke für die Kühe, die auf dem Hang grasen. Dass dieser im Winter für Airboarding genutzt wird, wusste er nicht. Beim Airboarding rutschen die Teilnehmer auf einer Luftmatratze eine Abfahrt hinab.

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