So soll es aussehen: Das geplante Badehaus, in dieser Visualisierung mittig rechts, ähnelt einem Laufstall. Lang und flach soll es sich in die Gegend einfügen.
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So soll es aussehen: Das geplante Badehaus, in dieser Visualisierung mittig rechts, ähnelt einem Laufstall. Lang und flach soll es sich in die Gegend einfügen.

Gemeinderat befürwortet „Laufstall“

Bayrischzell: Tannerhof baut neues Badehaus mit Saunabereich und Schwimmbecken

Das Naturhotel Tannerhof in Bayrischzell will anbauen: Ein langes, flaches Badehaus mit Sauna und Schwimmbecken soll hinter dem Haupthaus entstehen. Der Gemeinderat gab sein Ok.

Bayrischzell – Das Naturhotel Tannerhof in Bayrischzell will anbauen: In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellten Architekt Florian Nagler und Betreiberin Burgi von Mengershausen das Konzept für den Neubau eines Außenschwimmbads vor. Das dafür vorgesehene eingeschossige Gebäude soll hinter dem Hauptgebäude, der „Alten Tann“, parallel zum dort ansteigenden Hang in Nord-Süd-Ausrichtung entstehen. Generell befürworteten die Räte die touristische Erweiterung. Allerdings mussten sie zuvor eine Planänderung vornehmen, da das Bauvorhaben zum Teil nicht mehr im Geltungsbereich liegt.

Gründe für den Neubau nannten Architekt und Betreiberin: „Das alte Hallenschwimmbad ist in die Jahre gekommen“, sagte Nagler. „Es ist der Wunsch der Gäste, ein Becken im Freien zu haben“, ergänzte von Mengershausen. Der Plan für das neue Badehaus mit Saunabereich sieht ein 55 Meter langes und 7,50 Meter breites Gebäude in Holzbauweise vor, das sich in das Gelände einfügt. Die Firsthöhe des flach geneigten Satteldaches misst circa 5,20 Meter. Darunter befinden sich Duschen, Umkleide- und Technikräume. Das Schwimmbecken (25 auf fünf Meter) ist dem Gebäude vorgelagert und wird von dessen Vordach überspannt.

Die Gemeinderäte beurteilten den Plan meist positiv. Vize-Bürgermeister Egid Stadler (CSU) lobte das „landschaftliche Gebäude, das wie ein Laufstall ausschaut.“ Georg Reisberger (CSU) antwortete: „Es ist schon lang und gewohnheitsbedürftig. Gerade Laufställe werden deswegen oft kritisiert.“ Georg Acher (FWG) begrüßte den „Riegel“, wünschte sich aber: das Gebäude weiter nach Norden zu rücken, damit die bestehende Baugrenze nicht unterbrochen werde. Florian Müller (CSU) lobte „die tolle Aussicht“ am neuen Standort und Willi Kravanja (parteilos) nannte das Vorhaben ein „Vorzeigeprojekt“. Isidor Scharmann (FWG) hatte ebenso nichts zu beanstanden („Passt dort super hin.“) und Lukas Bucher (FWG) erachtete hochwertige Saunen und Bäder heutzutage als notwendig.

Der Neubau soll Platz schaffen. Da das jetzige Hallenschwimmbad im Zwischenbau des alten Badehauses und Hauptgebäudes „Alte Tann“ entfernt wird, biete sich dort mehr Raum für Gäste des Restaurants an, sagte Nagler. Der Speisesaal werde um diesen Platz erweitert. Zudem wird im Rahmen der Umbaumaßnahmen das alte Badehaus ausgebaut mit Massage-, Kosmetik-, Behandlungs- sowie Fitnessräumen. „Diese Planungen befinden sich innerhalb der bestehenden Baugrenzen und sind damit planungsrechtlich zulässig“, erklärte Geschäftsleiter Josef Acher.

Tourist-Info-Leiterin Stephanie Hintermayr freut sich über die touristische Erweiterung des Naturhotels: „Die Ansprüche der Gäste steigen“, sagte sie. „Der Tannerhof macht uns vor, wie man Tourismus betreiben sollte.“ Am Ende beschloss der Gemeinderat gegen die Stimme von Georg Acher den erweiterten Bebauungsplan und beauftragte das Architektenbüro Nagler mit der Arbeit.

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