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Wendelsteinmännchenweg: Wanderer klauen Bastelarbeiten der Kinder

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Von: Christine Merk

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Zerstört oder geklaut: Die Werke der Bayrischzeller Kindergartenkinder am Wendelsteinmännchenweg sind größtenteils verschwunden.
Zerstört oder geklaut: Die Werke der Bayrischzeller Kindergartenkinder am Wendelsteinmännchenweg sind größtenteils verschwunden. © privat

Viele Stunden Einsatz sind plötzlich verschwunden: Wanderer haben die Bastelarbeiten gestohlen, die Kinder am Wendelsteinmännchenweg ausgestellt hatten.

Bayrischzell – Das ist eine große Enttäuschung für die Buben und Mädchen des Kinderhauses St. Margareth in Bayrischzell. Rücksichtslose Wanderer haben zu einem großen Teil die bunten Basteleien geklaut, mit denen die Kinder und ihre Erzieherinnen vor eine paar Wochen den Wendelsteinmännchenweg fantasievoll geschmückt hatten (wir berichteten). „Und das, obwohl wir überall Hinweisschilder aufgehängt und die Wanderer gebeten hatten, diese Dinge zur Freude von anderen Wanderern liegen zu lassen und nicht zu zerstören“, berichtet Kinderhausleiterin Bettina Winkel.

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Wendelsteinmännchenweg: Wanderer klauen Bastelarbeiten der Kinder

Im Mai und Juni hatten die Kinder mit ihren Erzieherinnen mehr als 100 Überraschungen am Wendelsteinmännchenweg zwichen Laub und Wurzeln und auch in den Ästen von Bäumen und Sträuchern verteilt: Käfer, Raupen, Frösche und andere Tiere aus Holz und Stein, Mobiles, Blumen, Pilze, Vogelhäuser, Wichtelmännchen und Wichtelhäuser – alles mit ganz viel Liebe gebastelt. Sie wollten damit Wanderern eine kleine Freude bereiten. Und das ist ihnen auch gelungen.

„Wir bekamen viele positive Rückmeldungen von Einheimischen und Wanderern“, schreibt Winkel. „Uns erreichten Briefe, Karten und Emails aus verschiedenen Städten von Urlaubern, die sich über unsere Aktion sehr gefreut haben und sich bei uns bedankten.“ Nun habe das Team gemeinsam mit den Kindern neue gebastelte Dinge hinauf auf den Berg bringen wollen. „Dabei mussten wir feststellen, dass fast alles zerstört und geklaut war“, berichtet Winkler. Die Kinder waren natürlich sehr traurig. In vielen Stunden hatten sie die Bastelarbeiten angefertigt.

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„Wer tut so etwas? Wer ist so egoistisch und nimmt diese Dinge mit nach Hause?“

Kinderhausleiterin Bettina Winkel

„Wer tut so etwas? Wer ist so egoistisch und nimmt diese Dinge mit nach Hause?“, fragen sich die Erzieherinnen des Kinderhauses zu Recht. „Sind die Menschen so kaltherzig geworden, dass sie nur noch an sich selber denken und anderen diese kleinen Freuden nicht mehr gönnen?“ Die Hoffnung wollen sie trotzdem nicht aufgeben, „dass die Leute zukünftig die Dinge dort liegen lassen“.

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