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Die Geitauer Alm mit ihren beiden Hütten oberhalb von Bayrischzell.

Kreissparkasse mit Kloster Scheyern einig

Benediktinermönche kaufen Geitauer Alm

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Bayrischzell - Die Kreissparkasse Miesbach Tegernsee hat die Geitauer Alm verkauft – ans Kloster Scheyern. Die Benediktiner kehren damit zu ihren Wurzeln ins Leitzachtal zurück. Für die Bank bedeutet das Geschäft das glückliche Ende eines zähen Kapitels.

Knapp 750.000 Euro hatte der frühere Vorstandsvorsitzende Georg Bromme (66) der Gemeinde Bayrischzell im Jahr 2006 für die Geitauer Alm bezahlt. Die Kommune brauchte Geld – und war froh, dass ihr die Kreissparkasse die 96 Hektar mit zwei Almhütten abnahm. In rund 1300 Metern Höhe sollte nach dem Willen Brommes nicht nur weiter Almwirtschaft betrieben werden. Es gab auch Kontakt zu Wissenschaftlern in Kiel und Essen, die sich dort Tier- und Pflanzenstudien widmen wollten.

Studenten und Professoren hat man auf der Geitauer Alm bis dato nicht forschen sehen, dafür wurde das idyllische Areal im Jahr 2014 überregional bekannt. Im Zuge der Aufarbeitung der Sparkassenaffäre stellte die Regierung von Oberbayern in ihrem Prüfbericht fest, dass der Kauf und später der Umbau einer der Hütten nicht in Einklang mit den Aufgaben der Kreissparkasse gestanden hätten und die Kostenübernahme unzulässig gewesen sei. Gegen die seinerzeit handelnden Vorstände seien Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Zu diesem Zeitpunkt liefen unter Brommes Nachfolger Michael Mihalovits (46) längst schon Bemühungen, das Areal wieder zu verkaufen. Rund 60 Interessenten wurden seit Herbst 2012 bei der Kreissparkasse vorstellig. Den Zuschlag erhielt jetzt das Kloster Scheyern. „Wir hätten die Alm schneller verkaufen können, wollten sie aber in verantwortungsvolle Hände geben“, sagt Mihalovits. Zum Verkaufspreis sagt er nur so viel: „Uns entsteht kein Verlust.“

Cellerar Pater Lukas (46) spricht von einer Rückkehr des Klosters zu seinen Wurzeln. Dessen Geschichte nahm um 1077 ihren Anfang in Bayrischzell. Der Kauf wurde durch eine zweckgebundene Schenkung möglich. Die Benediktiner wollen die Geitauer Alm künftig als Rückzugsraum für die Mönche und als Ort für die pädagogische Arbeit mit den zum Kloster gehörigen Bildungseinrichtungen nutzen.

Auf ein zweites Immobiliengeschäft mit dem Kloster Scheyern kann die Kreissparkasse übrigens nicht hoffen. Beim Psallierchor im Kloster Tegernsee, den die Bank händeringend zu verkaufen versucht, winkt der Cellerar dankend ab. „Bei aller Verbundenheit zur herzoglichen Familie“, sagt Pater Lukas und lacht: „Wir fahren nicht zum Chorgebet nach Tegernsee.“

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