Marseille: Auto rast in Bushaltestelle - ein Toter

Marseille: Auto rast in Bushaltestelle - ein Toter
+
Großer Ansturm im Januar: Der Skibetrieb am Spitzingsee holte im Januar die schlechten Zahlen vom Dezember auf. Ohne Beschneien hätten die Wintersportler aber nicht so viele Pisten befahren können.

Bilanz der Bergbahnen Spitzingsee-Tegernsee und Sudelfeld

Wechselhaftes Winter-Wetter lockt trotzdem viele Skibegeisterte

  • schließen

Regen, Föhn, Sonne, Schnee – diesen Winter war alles dabei. Für den Geschmack der Bergbahn-Betreiber hätten es aber mehr weiße Flocken sein können. Eine Zwischenbilanz und ein Blick nach vorn.

Sudelfeld/Spitzingsee – Verspäteter Schnee in den Weihnachtsferien, launisches Wetter an Fasching: Wenn diese Wochen im Wintersport-Geschäft nicht laufen, kann es keine Top-Saison mehr werden. „Das Weihnachtsgeschäft kannst du nicht aufholen“, sagt Egid Stadler, Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld. Trotzdem ist ihm und den Kollegen vom Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee das Lachen noch nicht vergangen. Die Zahlen sind verhältnismäßig gut – auch wenn der Winter mal wieder sein eigenes Ding macht.

Besucherzahlen: Mehr Gäste als vergangenen Winter

Bis Silvester hat es gedauert, dass die Skisaison hier ins Gleiten kam. Die Wochen zuvor bezeichnet Stadler als Flop. Die Skischulen waren am Sudelfeld, mussten ihre Lehrstunden aber auf beschneiten Piste zwischen grünen Hängen geben. „Die anderen Leute kommen erst, wenn es richtig weiß ist.“ Seit Neujahr ist es besser geworden, der Januar war sogar „sensationell“, wie Antonia Asenstorfer, Pressesprecherin der Alpenbahnen Spitzingsee, Brauneck- und Wallbergbahn, sagt.

Gäste hatte das Sudelfeld bis jetzt genauso viele wie im vergangenen Winter insgesamt: rund 160 000 Besucher. Stadler glaubt noch daran, das Ziel von 200 000 Gästen zu erreichen, auch wenn die Bahnen voraussichtlich in den Osterferien schon nicht mehr fahren. Wirklich befriedigend sei der Umsatz heuer nicht gewesen, gibt Stadler zu. Asenstorfer vermutet, dass sie im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee auf Zahlen eines durchschnittlichen Winters zusteuern – das sind etwa 220 000 Gäste pro Saison.

Einen Rückgang hat Stadler im Sudelfeld bei den verkauften Saisonkarten erlebt. Er vermutet dahinter den schlechten Winter im vergangenen Jahr. Ganz neu gab es heuer aber die Gletscherkarte, die es von Oktober bis Mai möglich macht, auch auf dem Stubaier Gletscher zu fahren. Stadler glaubt, dass die Karte in den nächsten Jahren noch besser angenommen wird.

Eines wird ganz deutlich: Ohne Beschneiung geht im Geschäft mit dem Winter schon lange nichts mehr. Etwa 58 000 Kubikmeter Wasser – das sind 58 Millionen Liter – wurden im Skigebiet der Alpenbahnen verschneit. Gereicht habe das Wasser locker, sagt Asenstorfer. Weil es aber zwischendrin geregnet hat, musste im Januar noch mal nachbeschneit werden. „Einen großen Teil haben wir doppelt gemacht – vor allem unten“, sagt auch Stadler. Der Speichersee am Sudelfeld ist für 70 Hektar Beschneiungsfläche ausgelegt, 50 Hektar sind im Skigebiet überhaupt erst ausgebaut. Also macht auch Stadler sich keine Sorgen, dass das Wasser knapp werden könnte. Außerdem käme ja hin und wieder Schmelzwasser, das man nachpumpen könne.

Planungen: Achter-Lift soll für Entlastung sorgen

Was den Ausbau angeht, da wird sich bis zum kommenden Winter einiges tun. Während bei den Alpenbahnen Spitzingsee keine Neuerung geplant ist, sollen Skifahrer 2017/18 am Sudelfeld endlich den lang diskutierten Achter-Sessellift nutzen können. Dort soll dann auch mehr beschneit werden können, als es bisher der Fall ist. Dazu werden der Grafenherberg- und der Sudelfeldkopflift – zwei Schlepper – abgebaut.

Mit dem Abbau soll möglichst noch begonnen werden, so lange Schnee liegt. „Dann kommt man mit der Pistenraupe noch hin und hat so weniger Flurschaden“, erklärt Stadler. Baubeginn ist Mitte Mai. „So früh waren wir noch nie dran, wenn wir etwas gebaut haben“, sagt Stadler und lacht. Bis zur neuen Wintersaison – selbst wenn sie diesmal pünktlich beginnt – sollte der Lift also fertig sein. Mit ihm fällt ein Problem weg: das Nadelöhr an der Talstation des Sudelfeldkopflifts. Bis vor wenigen Jahren standen dort zwei Lifte. Wie Stadler bestätigt, staut es sich da jetzt an starken Wochenenden besonders.

nip

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

A bissl Radlweg geht immer 
Der neue Geh- und Radweg an der B 472 in Schwaig bei Irschenberg stößt auf Unverständnis bei den Radlern. Kein Wunder, endet er doch in beiden Richtungen im …
A bissl Radlweg geht immer 
Unwetter: Bäume blockieren Bahnstrecke und Straßen
Das Unwetter von Freitag hat im Landkreis Miesbach seinen Tribut gefordert. Etliche Bäume sind umgeknickt. Viele Straßen, die Autobahn sowie Bahnstrecken waren betroffen.
Unwetter: Bäume blockieren Bahnstrecke und Straßen
Technischer Defekt löst Großeinsatz aus
47 Feuerwehrleute, dazu Polizei: Auch abseits des Unwettergeschehens hatten die Einsatzkräfte in der Nacht zum Samstag zu tun. 
Technischer Defekt löst Großeinsatz aus
Angeklagter (40) rammt betrunken auf der A8 einen Streifenwagen
Zwei Polizisten werden bei dem Aufprall leicht verletzt, als ein 40-Jähriger auf der A8 bei Irschenberg hinten auf ihren Streifenwagen fährt. Der Mann flüchtete - und …
Angeklagter (40) rammt betrunken auf der A8 einen Streifenwagen

Kommentare