Kommunalwahl 2020 in Bayrischzell: Bürgermeisterkandidat Georg Kittenrainer (vorne Mitte) und die Kandidaten der CSU-Liste.
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Kommunalwahl 2020 in Bayrischzell:  Bürgermeisterkandidat Georg Kittenrainer (vorne Mitte) und die Kandidaten der CSU-Liste.

Bürgermeisterwahl 2020 

Bayrischzell: Kittenrainer auf Kurs zur zweiten Amtszeit

Er war der jüngste Bürgermeister, der 2014 im Landkreis das Amt antrat. Bei der Kommunalwahl 2020 stellt sich Georg Kittenrainer wieder zur Wahl. Die Bayrischzeller CSU hat ihn nun offiziell nominiert, ebenso wie die Kandidaten für den Gemeinderat.

Bayrischzell – Georg Kittenrainer hat sich in letzter Zeit viele Gedanken gemacht: über seinen Heimatort, sein Amt sowie das Alter. Der Bayrischzeller Bürgermeister blickte in der CSU-Ortshauptversammlung am Mittwochabend im Gasthof zur Post auf seine erste sechsjährige Amtszeit als Rathauschef zurück. Dabei sprach er über die wirtschaftliche und touristische Ortsentwicklung, berichtete aber auch über persönliche Erfahrungen, die er in den vergangenen Jahren in der Kommunalpolitik erlebte. Und: Er will weitermachen. Der CSU-Ortsverband steht dafür einstimmig hinter Kittenrainer und stellte ihn nun offiziell erneut als Bürgermeisterkandidaten auf.

Bei der Kommunalwahl am 15. März wird es indes keine Gemeinschaftsliste mehr geben. „Dieses System ist Geschichte“, berichtete Kittenrainer bei der Nominierungsversammlung. Nach jetzigem Stand treten in Bayrischzell drei Listen an: Grüne, CSU und Freie Wählergemeinschaft (FWG). Daher habe sich der Kreis aus der ehemaligen Gemeinschaftsliste entschlossen, zusammen mit dem neuen Kandidatenpool auf zwei Listen aufgeteilt anzutreten. „Die CSU ist die im Landtag vertretene Partei und die Freie Wählergemeinschaft eine Vereinigung, die früher in Bayrischzell stark aktiv war“, erklärte Kittenrainer.

CSU Bayrischzell geht mit 19 Kandidaten in die Gemeinderatswahl 2020 

Auf der CSU-Liste stehen 19 Kandidaten in alphabetischer Reihung zur Wahl, die der CSU-Ortsverband auch einstimmig absegnete. Kittenrainer wies ausdrücklich darauf hin: Formal handle es sich zwar um eine reine CSU-Gemeinderatsliste, aber darauf würden auch parteifreie Kandidaten stehen.

Die Gemeindepolitik verfolge ohnehin ein gemeinsames Ziel: „Wir wollen nicht die Partei in den Vordergrund stellen, sondern wollen eine Persönlichkeitswahl“, stellte Kittenrainer klar.

Jüngster Amtsinhaber im Landkreis hat dazugelernt 

In seiner Bewerbungsrede für eine weitere Amtszeit löste er auch ein launiges Wahlversprechen ein, das er bei der vergangenen Nominierungsversammlung vor fast sechs Jahren gegeben hatte. Er war der jüngste Bürgermeister, der 2014 im Landkreis das Amt antrat. Viele hätten ihn damals als zu jung empfunden, berichtete der heute 37-Jährige schmunzelnd. „Ich habe versprochen, jeden Tag an meinem Lebensalter zu arbeiten. In bin in dieser Zeit mindestens um sieben Jahre gealtert.“ 

Kommunalwahl 2020 im Landkreis Miesbach: Alle Bürgermeister- und Landratskandidaten im Überblick

Während dieser Zeit habe er auch etwas gelernt, was ihm vorher nicht so bewusst gewesen sei. Dass es Bürger gebe, die sich nicht etwa für Themen wie den Sudelfeldausbau interessierten, sondern die ganz andere Probleme hätten. „Es gibt viele Leute im Ort, denen es nicht gut geht. Sie sind in einem gewissen Alter, nicht mehr gesund oder haben finanzielle Sorgen“, sagte er. „Auch ihre Interessen dürfen wir nicht vergessen. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.“

Ob Kittenrainer einen Gegenkandidaten bekommt, steht, wie berichtet, noch nicht endgültig fest. Die FWG nominiert ihre Kandidaten am Dienstag, 14. Januar.

Die Kandidaten für den Gemeinderat auf der CSU-Liste

1. Regina Bleier, 2. Bettina Conrad, 3. Christian Darchinger, 4. Marco Jacobi, 5. Georg Kittenrainer, 6. Hans Marx, 7. Florian Müller, 8. Kaspar Oberleitner, 9. Michael Pritzl, 10. Georg Reisberger, 11. Martina Röpfl, 12. Andreas Schnegg, 13. Angie Sebrich, 14. Egid Stadler, 15. Andreas Storr, 16. Kathi Waller, 17. Klaus Weilbach, 18. Sepp Winkler, 19. Andrea Zehentner.

Rückblende: So bereitete sich Georg Kittenrainer im April 2014 auf den Amtsantritt als Bürgermeister vor

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