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Feuerwehr Bayrischzell: K-Fall dominiert Einsatzstatistik

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Von: Sebastian Grauvogl

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Feuerwehr Bayrischzell
Treue Truppe: Bei der Hauptversammlung zeichneten Kommandant Markus Kirner (3.v.r.), sein Stellvertreter Michael Pritzl (2.v.l.) sowie Vereinsvorsitzender Ludwig Bleier (4.v.l., selbst 50 Jahre Mitglied) langjährige und beförderte Einsatzkräfte aus. Diese sind (v.l.) Bernd Elting (50 Jahre), Franz Krippner (25), Andreas Scharmann (Lehrgang Gruppenführer und Beförderung zum Oberlöschmeister), Josef Bauer (25), Thomas Bleier (25), Michael Stadler (10), Florian Scharmann (50), Michael Scharmann (10), Georg Scharmann (10), Toni Egger (50), Gidi Stadler (10), Anian Pritzl (20) und Andreas Storr (20). © Andreas Leder

Schnee, Schnee und nochmals Schnee: Die weiße Pracht hat der Feuerwehr Bayrischzell 2019 einiges abverlangt. Doch damit ist die Einsatzstatistik noch nicht vorbei.

Bayrischzell – Man muss mit dem Finger weit nach unten fahren auf der Einsatzstatistik der Feuerwehr Bayrischzell, bis zum ersten Mal das Wort „Brand“ auftaucht. Erst im März 2019 waren die Helfer mit ihrem eigentlichen Spezialgebiet konfrontiert: Flammen und Rauch. Bis dahin jedoch brachte sie ein anderes Naturelement gehörig ins Schwitzen: der Schnee und dessen Begleiterscheinungen.

So liest sich der Bericht, den Kommandant Markus Kirner nun bei der Hauptversammlung im Hotel Alpenhof in Osterhofen präsentierte, in weiten Teilen wie eine Bilanz der Schneekatastrophe im Januar. Rückte die Truppe anfangs „nur“ wegen umgestürzter Bäume aus, spitzte sich die Lage binnen weniger Tage zu. Was mit dem Abschaufeln des Dachs des Schulhauses begann, gipfelte im Großeinsatz mit zahlreichen Rettungsorganisationen aus ganz Bayern, bei dem rund 1000 Helfer zahlreiche Häuser in Bayrischzell von der gefährlichen Schneelast befreiten. Zum Glück ohne Verletzte verlief der Einsturz des Radunterstands am Bahnhof. Keine Verschütteten gab es auch beim Lawinenabgang an der Sudelfeldstraße, der die B 307 auf circa 30 Metern Länge im schweren Weiß begrub.

Auch nach dem K-Fall hielt der Schnee die Feuerwehr Bayrischzell in Atem. Drei Mal unterstützten die Retter die Bergwacht bei der Bergung von verunfallten Wintersportlern, ferner rückten sie zum Feuerwehrhaus Osterhofen aus, wo eine Dachlawine ein geparktes Auto getroffen hatte.

K-Fall dominiert Einsatzstatistik

Kaum hatten sich die Ehrenamtlichen vom Winter erholt, wurden sie auch wieder mit allen anderen Einsätzen konfrontiert, bei denen eine Feuerwehr gebraucht wird. Das Spektrum reichte von einem Wiesenbrand am Bahnhof Osterhofen über zwei Unfälle mit überschlagenen Autos bis zum Ausleuchten eines Platzes für die Hubschrauberbetankung bei der Suche nach einem abgestürzten Segelflugzeug am Sonnwendjoch. Auch an den Löscharbeiten beim Waldbrand an der Kümpflalm im Spitzinggebiet waren die Retter beteiligt.

Um weiter für alle Einsätze gerüstet zu sein, absolvierten die Feuerwehrler ferner sechs Übungen und hielten zwei Ausbildungsabende ab. Erfreut begrüßte Kommandant Kirner die neun neuen Mitglieder, die in den aktiven Dienst eingetreten sind. In ihren Grußworten lobten sowohl Kreisbrandinspektor Florian Dirscherl wie auch Bürgermeister Georg Kittenrainer die gute Zusammenarbeit der Feuerwehr mit der Bergwacht. Dirscherl regte zudem an, bei künftigen Fahrzeugbeschaffungen auf kleinere, geländegängige Modelle zu setzen. Der neue Geitauer Wagen habe sich beim Waldbrandeinsatz bewährt.

Mit dem Wunsch für ein ruhigeres Jahr 2020 beschlossen die Feuerwehrler ihre Hauptversammlung. Zumindest der Schnee hat ihnen in diesem Winter noch keine Probleme bereitet.

sg

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