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Probesitzen für die große Ausfahrt: Die Organisatoren der Wendelstein Historic (v.l.) Manfred Kufer, Vorsitzender des MSC Tegernsee, Niels van Meerwijk, Spartenleiter Oldtimer, Thomas Glas, stellvertretender Spartenleiter Oldtimer, und Franz Simbeck, Kassenprüfer Sparte Oldtimer, freuen sich auf die erste Wendelstein Historic nach der Fusion des MSC mit dem Classic Cabrio Club. Stütz- und Zielpunkt der Touren ist wieder Bayrischzell. 

Zum ersten Mal unter dem Dach des MSC Tegernsee

Frisch betankt in die fünfte Auflage: Wendelstein Historic startet wieder

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Was als Masterarbeit eines Studenten begonnen hat, feiert heuer kleines Jubiläum: Die Wendelstein Historic lockt bereits zum fünften Mal Oldtimer-Besitzer nach Bayrischzell.

Bayrischzell – Einen eigenen Oldie hat Franz Simbeck nicht. „Das passt noch nicht in meine Lebensplanung“, meint der 33-jährige Miesbacher und lacht. Schließlich ist so ein betagtes Fahrzeug mitunter auch ein hungriges Sparschwein. Dennoch nehmen die alten Autos viel von Simbecks Freizeit ein. Als Kassenprüfer des früheren Classic Cabrio Clubs und der jetzigen Oldtimer-Sparte des MSC Tegernsee organisiert er mit seinen Vorstandskollegen heuer zum fünften Mal die Wendelstein Historic. Rund 80 historische Karossen werden von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. September, durch den Landkreis rollen. Stützpunkt ist wieder Bayrischzell.

Bei Simbeck ist der Zündfunke mehr oder weniger durch Zufall übergesprungen. Als Student der Ingenieur-Wissenschaften suchte er ein Projekt für seine Masterarbeit. Fündig wurde er bei der Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach, deren damaliger Chef Oliver Reitz eine neue Oldtimerveranstaltung auf die Straße schicken wollte. Simbeck, der ohnehin etwas weniger mit Technik und etwas mehr mit Management machen wollte, ging an Bord. Das Gasgeben zahlte sich aus. 2012 rollte die erste Wendelstein-Historic durch das Leitzachtal.

Nach der dritten Veranstaltung 2014 legte das Oldie-Treffen mit Ausfahrten und üppigem Rahmenprogramm einen Boxenstopp ein. Weil der organisatorische Aufwand zu groß wurde, entschloss sich der Classic Cabrio Club, auf einen Zwei-Jahres-Turnus zu wechseln. Nach dem Zusammenschluss mit dem MSC Tegernsee Anfang 2018, der nun wieder eine lebendige Oldie-Sparte hat, findet die Wendelstein-Historic abwechselnd mit der Rundfahrt um den Tegernsee des MSC statt. „Das ergänzt sich super“, schwärmt Simbeck.

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Das gilt auch für die neue Vereinsstruktur. Weil der MSC Tegernsee dank seiner 250 Mitglieder in verschiedenen Sparten im ADAC ist, können die Oldtimer-Fans für die Wendelstein-Rundfahrt bei ihren Gleichmäßigkeitsprüfungen auf die Zeitmessung des Automobil-Clubs zurückgreifen. Umgekehrt helfen die 30 Mitglieder des Classic Cabrio Clubs bei den Ausfahrten und Motorsport-Terminen des MSC mit.

Für die Wendelstein-Historic haben Simbeck und seine Vorstandskollegen wieder ein umfangreiches Programm organisiert. Schließlich sollen die Teilnehmer nicht nur am Steuer einiges erleben können. Den Startschuss macht wieder der Gleichmäßigkeits-Grand-Prix am Freitag, 7. September, ab 16 Uhr im Ortskern von Bayrischzell. Hier können die Zuschauer die bestens gepflegten Boliden in Aktion sehen, hören und riechen. Für die (Bei)Fahrer schließt sich danach ein gemütlicher Abend auf der Wurzhütte am Spitzingsee an.

Das Wochenende steht dann im Zeichen der längeren Ausfahrten. Am Samstag, 8. September, stehen eine sportliche Route mit Wertungs- und Sonderprüfungen und eine eher genussorientierte Strecke zur Wahl. Nach dem Weißwurstfrühstück auf der Speck- und Walleralm am Sudelfeld geht es am Sonntag, 9. September, ab 12 Uhr im „Concours d’Élégance“ zum Oldtimer-Treffen in Bayrischzell. Bei der Fahrzeugpräsentation erfahren die Zuschauer allerhand Wissenswertes zu den Autos und können bei einer Abstimmung ihren persönlichen Favoriten wählen.

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Simbecks Traumwagen wird vermutlich nicht dabei sein. Denn er ist noch ein bisschen seltener. Der 33-Jährige fährt auf einen DeLorean Baujahr 1984 ab. Das Auto also, das im Kultfilm „Zurück in die Zukunft“ als spektakuläre Zeitmaschine im Einsatz war. „Da“, sagt Simbeck, „stecken für mich viele Kindheitserinnerungen drin.“ So wie bei allen anderen Oldtimer-Fans auch.

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