Gasthof zur Post in Bayrischzell
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Bekommt einen neuen Betreiber: Die Benediktiner aus Scheyern übernehmen den Gasthof zur Post in Bayrischzell und bauen erst mal um.

Kloster Scheyern steigt ein

Gasthof zur Post in Bayrischzell: Benediktiner übernehmen Traditionshaus

Die Zukunft des Gasthofs zur Post in Bayrischzell ist gesichert. Die Benediktinerabtei Scheyern steigt als Betreiber ein. Die Kommunalpolitik ist froh, dass es weitergeht.

Bayrischzell – Die Benediktinerabtei Scheyern übernimmt den Bayrischzeller Gasthof zur Post. Georg Kittenrainer ist erfreut darüber, dass die Wirtsfamilie Nopper gemeinsam mit dem Kloster eine Lösung gefunden hat, „die systemrelevante Gastwirtschaft in die Zukunft zu führen“, berichtete der Bürgermeister jüngst im Gemeinderat: „Das ist die älteste und wichtigste Wirtschaft im Ort.“ Um das Hotel zu modernisieren, stimmten die Ratsmitglieder nun einstimmig dem Antrag der Benediktinerabtei zum Innenausbau, diversen Raumnutzungsänderungen sowie einiger neuer Türen und Fenster im Erdgeschoss zu.

Der Bauantrag sieht Folgendes vor: Das bisher offene Treppenhaus muss aus Brandschutzgründen verlegt werden. Zwischen Flur, Spülküche und Poststüberl wird es dann – in sich geschlossen – bis unters Dach hinaufführen. „Zudem soll dort zur barrierefreien Nutzung ein Aufzug eingebaut werden“, berichtet Gemeinde-Geschäftsleiter Josef Acher weiter. Weitere Umbauten sind die Neugestaltung der WC-Anlagen im Erdgeschoss sowie der Einbau einer Lüftungsanlage. Durch die Baumaßnahmen verkleinern sich aber Speisesaal und Stüberl. Die Brandschutzmaßnahmen verlangen zudem, dass der eingeschossige Anbau an der Terrasse auf der Südseite, der bisher als Verbindungsgang zum großen Saal diente, abgerissen wird. Der Zutritt zum Saal erfolgt künftig von außen, über seinen bisherigen Haupteingang an der Schulstraße und neu von der Südseite her kommend. Außerdem wird innen ein Durchbruch neben Schänke und Küche einen Zugang zum Saal schaffen.

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„Es gibt keine großen Veränderungen am Gebäude selbst“, erklärte Acher weiter. Es handle sich um technische Angelegenheiten, die notwendig seien, betonte der Geschäftsleiter. Von außen betrachtet sei die Maßnahme „eher unspektakulär“. Der Brandschutz erweise sich bei einem Betreiberwechsel in der Gastronomie immer als „großes Thema, das sehr viel Geld verschlingt“, sagte Kittenrainer. Unterm Strich kommt er in diesem Fall wieder den Gästen zugute, da der touristische Betrieb im Gasthof zur Post durch den Aufzugbau aufgewertet werde. „Die Barrierefreiheit für unsere Gäste im Ort begrüßen wir sehr.“ Gleiches gelte für die Zukunft des großen Saals, so der Bürgermeister: „Es ist der größte Saal im Gemeindegebiet.“ Auch die Theatergruppe sowie Ortsvereine nutzen ihn. Neben dem Tourismus werde somit auch das Gemeindeleben in Bayrischzell aufgewertet.

Abschließend betonte Kittenrainer zum Betreiberwechsel: „Es wäre fatal für uns gewesen, wenn der Betrieb nicht weitergegangen wäre.“

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