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Bekommt einen Anbau: Der Gemeinderat Bayrischzell hat die Erweiterungspläne des Berghotels Sudelfeld befürwortet.

Einvernehmen

Etwas kleiner ist viel besser

Bayrischzell - Andreas Greither kann seine Erweitungspläne für das Berghotel Sudelfeld in die Tat umsetzen. Der Gemeinderat Bayrischzell hat sein Okay gegeben. 

Wintersportler und Wanderer am Sudelfeld dürfen sich freuen: Der Bayrischzeller Gemeinderat hat nun einstimmig den Antrag zum Neubau einer zweigeschossigen Gaststätte mit Tiefgarage beim Berghotel Sudelfeld befürwortet. „Das brauchen wir in unserem Skigebiet“, bekräftigte Bürgermeister Georg Kittenrainer das Vorhaben. „Wir leben vom Fremdenverkehr, und jeder Ausbau einer touristischen Einrichtung, ist für unsere kleine Gemeinde gut.

Was jetzt für gut befunden wird, galt bei der Bauvoranfrage durch den Eigentümer

Andreas Greither

– unter anderem bekannt als Eigentümer des Westerhofs in Tegernsee – vor einem Jahr noch als verbesserungsbedürftig. „Wir waren mit der Höhe sowie der Nutzfläche nicht einverstanden“, bemängelte Kittenrainer. Diese seien auch rechtlich ein Problem gewesen. Da das Gebäude im Außenbereich liegt, und eine Erweiterung für ein bereits bestehendes Gewerbe nur bis zu einem Drittel des vorhandenen Bestands möglich sei. Diese Vorgaben wurden jetzt angeglichen, berichtete Bauamtsleiter Josef Acher.

Die Nutzfläche wurde von 780 auf 460 Quadratmeter verkleinert. Zudem sei die Wandhöhe von acht auf sieben Meter verringert worden. „Die Erweiterung ist planungsrechtlich von Seiten der Verwaltung somit zulässig“, sagte Acher weiter. „Wasser- und Kanalanschluss sowie eine Zufahrt zum Hotel sind ebenso vorhanden.“ Das zweistöckige, 20 mal zwölf Meter große Gebäude mit Satteldach soll südwestlich des Berghotels Sudelfeld entstehen, mitsamt einer Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen unter dem Neubau. Für das Erd- und Obergeschoss ist je ein Restaurant mit jeweils 70 Sitzplätzen geplant. Das erste Stockwerk, in den Hang hinein gebaut, enthält zusätzlich sanitäre Anlagen. Obendrein werden im rückwärtigen Teil weitere Lagerflächen für den Gastrobetrieb geschaffen.

Architektin Brigitte Schmitt führtz im Gemeinderat aus, das das Erdgeschoss für den Tagesbetrieb der Skifahrer, das Restaurant im Obergeschoss als Speiselokal nutzbar sein soll. Von dort aus gibt es dann auch eine Anbindung zum jetzigen Berghotel. Gemeinderat Klaus Weilbach fragte, wie das Bestandsgebäude weiter genutzt werde: „Ursprünglich war einmal ein Wellnessbereich geplant – ist das jetzt nicht mehr der Fall?“ Schmitt hierzu: „Im alten Gebäude werden die freien Flächen wie das Restaurant oder der Eingangsbereich zu Gästezimmern umgebaut.“ Ein kleiner Wellnessbereich sei ebenfalls im Gespräch. Über dessen Größe werde aber momentan noch beraten.

Es zeigt sich eine ansehnliche Entwicklung des Berghotels Sudelfeld aus den 1920er-Jahren. Wie berichtet, steht das auf 1100 Meter hoch gelegene Hotel am Unteren Sudelfeld seit 2014 unter der Leitung der Westerhof-Gruppe, das Greither und Direktor Niels van Meerwijk diesem Standard gemäß renovieren ließen. Neueröffnung war im August 2015. Allerdings wurde im Gemeinderat kaum ein Wort zur Außenoptik des Neubaus geäußert. Auf Nachfrage hin meinte Schmitt, es werde der ländliche Baustil angestrebt. Dass sich der neue Baukörper gut in die Naturlandschaft einfügt, ist auch Kittenrainer besonders wichtig.

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