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Die alte Schupf auf dem Hasenöhrl-Hof soll bald eine Gastronomie beherbergen.

Gemeinde hat nichts dagegen - aber es gibt Probleme

Hasenöhrl-Hof: Alte Scheune soll zur Party-Hütte werden

Bayrischzell – Am Hasenöhrl-Hof in Geitau soll ein Schuppen zur Feier-Location umfunktioniert werden. Der Gemeinderat ist aufgeschlossen, aber es gibt einige Hürden.

Der Tagungs- und Erlebnishof Hasenöhrl in Geitau ist ein touristischer Magnet, der weit über die Landkreisgrenzen hinaus Gäste ins Oberland zieht. In dem 1516 erbauten, denkmalgeschützten Bauernhof bieten die Inhaber Frank und Bärbl Hasenöhrl Besuchern in urigen Bauernstuben, Seminarräumen und der 400 Besucher fassenden Tenne im Obergeschoss Platz für Betriebsausflüge, Sommerfeste und Jubiläen. Draußen auf dem 20 Hektar großen Areal können Urlauber den Hochseilgarten erklimmen oder bei sportlichen Freizeitaktivitäten wie Golf und Biathlon schwitzen. 

"Veranstaltungsmöglichkeit zum Feiern"

Der Hasenöhrl-Hof-Besitzer möchte nun einen ehemaligen Schuppen seiner Gastronomie anschließen und hat dafür einen Bauantrag zur Nutzungsänderung des landwirtschaftlichen Nebengebäudes gestellt, mit dem sich nun der Bayrischzeller Gemeinderat befasste.

„Der Betreiber will neben seinem Anwesen eine weitere Veranstaltungsräumlichkeit zum Feiern errichten“, erklärte Bürgermeister Georg Kittenrainer. Der 13 mal 7,50 Meter große Schuppen liege drei Meter entfernt vom Stall des Landwirts Martin Storr jun., ergänzte Bauamtsleiter Josef Acher.

„Der springende Punkt ist: Der Betreiber braucht Veranstaltungsflächen und das Gebäude ist ohnehin schon vorhanden“, sagte Kittenrainer. In der Vergangenheit sei der Schuppen bereits für Veranstaltungen genutzt worden, nun werde das planungsrechtlich im Rahmen der Gewerbenutzung sichergestellt. Momentan stehe auf dem Hasenöhrl-Anwesen noch eine provisorisch aufgestellte Alm, die für Feiern genutzt werde. Aber sobald der Schuppen umgestaltet sei, werde diese wieder abgebaut.

Der Standpunkt der Gemeinde ist klar: Wenn beide Nachbarn eine einvernehmliche Lösung finden, stehe dem Vorhaben nichts im Wege. Und dies ist der Fall, da die Familie Storr das Gastronomievorhaben von Hasenöhrl positiv begleitet, berichtete Kittenrainer.

Brandschutz und Gestaltungssatzung werden zum Problem

Allerdings gibt es dabei zwei Haken. Erstens entspreche die Grenzbebauung, die schon vor sehr langer Zeit entstanden sei, nicht mehr der heutigen Gestaltungssatzung. Und zweitens: „Grundsätzlich ist die Aufwertung eines Nebengebäudes zu einer Hauptnutzung im Rahmen der Brandschutzauflagen problembelastet“, erläuterte Acher. Die Gemeinde will die Weichen stellen, um eine Lösung zu ermöglichen: „Nachdem wir dort bereits im Bestand sind, können wir eine Abweichung der Abstandsregelung gewähren“, so Acher. Und bei der Brandschutzproblematik hilft der Nachbar mit.

Storr hat eine Anfrage zur Errichtung einer Brandwand gestellt, verbunden mit einer Nutzungsänderung seines Rinderstalls, der zu Lagerräumen und einem Pferdestall werden soll. Der Gemeinderat gab dem Vorhaben einstimmig seinen Segen. Das sei die Voraussetzung dafür, dass das Ganze überhaupt funktioniere, erklärte Kittenrainer. Die ganze östliche Wand des Stallgebäudes werde nun als Brandwand mit entsprechenden Fenstern ausgerüstet. Und die Tiere werden im südwestlichen Teil des Stalls zur Hofseite hin untergebracht, berichtete Acher. Auch Hasenöhrls Schupf wird den heutigen Brandschutzmaßnahmen angepasst.

Daniel Wegscheider

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