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So soll es aussehen: Zwei Häuser mit jeweils drei Eigentumswohnungen sollen anstelle des abgerissenen Hauses Traithenblick in Bayrischzell entstehen.

Ruine ist mittlerweile abgerissen

Haus Traithenblick: Planer weist Pleite-Spekulation zurück

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Es hat ein bisschen länger gedauert, aber mittlerweile ist das baufällige Haus Traithenblick in Bayrischzell abgerissen. Im Frühjahr sollen hier neue Eigentumswohnungen entstehen.

Bayrischzell – Keinen schönen Anblick boten die Überreste des Hotels Traithenblick in Bayrischzell. Seit Herbst 2015 schlummerte das verlassene Gebäude in prominenter Lage über dem Alpenfreibad vor sich hin. Der eine oder andere Schwimmer fürchtete schon, dauerhaft eine Ruine vor der Nase zu haben. Diese Angst hat sich jetzt in Luft aufgelöst. Noch vor Weihnachten wurde das einst stattliche Anwesen auf einem 3400 Quadratmeter großen Grundstück abgerissen. „Ich bin froh, dass die Ruine endlich weg ist“, sagt Bürgermeister Georg Kittenrainer auf Nachfrage unserer Zeitung.

Tatsächlich war der Abriss ursprünglich bereits für das Frühjahr 2016 angekündigt. Wie berichtet, hatte die Gmunder Firma Concept Bau das Haus kurz zuvor von der damaligen Eigentümerin Annemarie Kern-Kohnle gekauft. Die Baugenehmigung für eine Luxuswohnanlage mit zwei Häusern à drei Eigentumswohnungen mit Tiefgaragen hatte das Unternehmen kurze Zeit später in der Tasche – doch es rührte sich nichts. Gerüchte machten die Runde, wonach den Projektplanern das Geld ausgegangen sei.

Concept Bau-Geschäftsführer Hans-Jürgen Anhalt weist diese Spekulationen zurück. Es sei richtig, dass gegen die Anhalt Hausbau GmbH im Oktober ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. Diese sei aber von der Concept Bau komplett getrennt. Die Realisierung des Projekts in Bayrischzell sei damit nicht in Gefahr. „Sobald der Schnee weg ist, legen wir los“, sagt Anhalt.

Auch an der Planung habe sich nichts geändert. 40 Prozent der barrierefreien Wohnungen seien bereits verkauft – einige davon an ehemalige Urlauber, die sich nun in Bayrischzell einen Alterswohnsitz schaffen möchten. „Diese Leute sollen den Ort bereichern“, sagt Anhalt. Auch an die von der Gemeinde geforderte Erstwohnsitzbindung werde man sich halten.

Mit einem Investor aus dem Münchner Raum sei das Vorhaben zusätzlich abgesichert. Die Verzögerung des Abrisses habe aber ohnehin keine finanziellen Gründe gehabt, versichert Anhalt. Vielmehr habe er das Projekt aus gesundheitlichen Gründen ruhen lassen müssen. Die Zeiten des Stillstands seien ab dem Frühjahr aber endgültig vorbei. Anhalt: „Das wird ein Schmuckstück.“  sg

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