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Kampf gegen Raser: Rüttelstreifen auf Sudelfeldstrecke bleiben erhalten

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Von: Sebastian Grauvogl

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Sollen Biker zum Bremsen zwingen: Die Rüttelstreifen auf der B 307 Richtung Sudelfeld wurden 2014 installiert. © Thomas Plettenberg

Die Motorradsaison am Sudelfeld hat begonnen. Damit werden auch die Themen Unfallgefahr und Lärm in Bayrischzell wieder akut. An den Rüttelstreifen hält man fest.

Bayrischzell - Zur Bekämpfung von Rasern setzt man auf der kurvigen Strecke der B 307 weiter auf die vor rund vier Jahren installierten Rüttelstreifen. Ein Abbau, wie ihn das Staatliche Bauamt Weilheim am Kesselberg im Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen angeordnet hat, sei hier nicht beabsichtigt, teilt Alfred Christl, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Miesbach, auf Anfrage mit.

Anders als am Kesselberg haben sich die Unfälle auf der Sudelfeldstrecke seit dem Einbau der Rüttelstreifen tatsächlich reduziert. So haben sich von 2011 bis Mitte 2014 neun Motorradunfälle im Maßnahmenbereich ereignet, danach bis Ende 2017 waren es sieben. Die Zahl der Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit ist von sieben auf vier zurückgegangen.

Wegen der geringen Gesamtzahl sei die Statistik aber nicht so aussagekräftig, erklärt Christl. Zudem habe auch das Wetter einen Einfluss. „In einem schönen Sommer sind einfach mehr Biker unterwegs“, sagt der Verkehrssachbearbeiter.

Das macht sich auch in der Geräuschkulisse im Ort bemerkbar. Und da habe sich durch die Rüttelstreifen leider nicht viel verändert, sagt Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer: „Zur großen Verkehrsberuhigung haben sie nicht beigetragen.“ Manch unvernünftiger Fahrer würde den Hindernissen sogar über die Mittelstreifen ausweichen – und dadurch den Gegenverkehr massiv gefährden. Der Bürgermeister weiß zwar, dass Gaststätten wie die Sportalm oder der Schnauferlwirt von den Bikern profitieren. Der Schaden in der Wahrnehmung des Ortes bei den erholungssuchenden Gästen sei aber nicht unerheblich. Regelmäßig würden Beschwerden im Rathaus auflaufen. „Und wir müssen dann sagen, dass wir nichts dagegen tun können.“

sg

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