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Klage nach La-Brass-Banda-Konzert in Miesbach

Crowd-Surfer verletzt 25-Jährige am Auge

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Miesbach/München - Eine 25-jährige Bayrischzellerin hat nach einem La-Brass-Banda-Konzert in Miesbach den Festzeltbetreiber auf 15.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Ein sogenannter Crowd-Surfer hatte sie schwer am Auge verletzt.

Der Festzeltbetreiber hatte im Rahmen der 900-Jahr-Feier der Stadt Miesbach den Auftritt organisiert. Während des Konzerts bewegte sich ein Crowd-Surfer – das ist eine Person, die sich über den Köpfen der Besucher händisch weitertragen lässt – in Richtung Bühne. Doch plötzlich brach die manuelle Welle ab, die Person ging unter. Ein Schuh traf die junge Frau dabei am Auge.

Fünf Tage später erreichte den Festzeltbetreiber ein anwaltliches Schreiben. Zu diesem Zeitpunkt war die 25-Jährige schon operiert, ihre Netzhautrisse gelasert worden. Eine Woche war sie krankgeschrieben, durfte nicht lesen, konnte an der Uni nur zuhören.

Vor Gericht prangerte sie das Nicht-Eingreifen des Sicherheits-Personals an. Bei anderen Konzerten sei das Crowd-Surfen verboten, so ihr Vortrag. Die Vorsitzende Richterin hörte sich geduldig die Klägerin wie auch den beklagten Festzeltbetreiber an, der immer noch etwas verwundert wirkte. Dann gab sie unmissverständlich zu verstehen, dass die junge Frau eine nicht gerade geringe Mitschuld treffe. Wer sich auf ein entsprechend stimmungsgeladenes Konzert begebe, müssen sich vorher über die Gepflogenheit der Konzert-Besucher informieren und auch die damit verbundenen Gefahren kennen.

Sie riet beiden Parteien, sich auf einen Vergleich zu einigen. Ansonsten drohe ein langes und teures Verfahren. Darauf ließen sich die junge Frau und der Veranstalter ein. Dessen Versicherung oder schlimmstenfalls er selber zahlt der jungen Frau 1500 Euro. Im Gegenzug nahm sie die Klage zurück.

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