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Bürgermeister in Bayrischzell: Georg Kittenrainer

Wie verlockend ist das Ehrenamt?

Kommunalwahl 2020: Bayrischzells Bürgermeister aktuell ohne Konkurrent

Bayrischzell ist im Landkreis Miesbach der einzige Ort mit ehrenamtlichem Bürgermeister. Derzeit scheint Amtsinhaber Georg Kittenrainer fest im Sattel zu sitzen - aktuell ist er ohne Konkurrent.

Bayrischzell – Die Gemeinde Bayrischzell hat noch keine Entscheidung getroffen: Laut Bürgermeister Georg Kittenrainer wird erst im Herbst dieses Jahres im Gemeinderat darüber entschieden, ob es gemeinsam und parteilos für den Ort weitergeht. „Ein zu langer Wahlkampf ist für die örtliche Politik nicht förderlich“, meint der Rathauschef. Bei der Kommunalwahl 2014 gab es in Bayrischzell erstmals nur einen gemeinsamen Wahlvorschlag, sodass die Gemeinderatswahl eine reine Personen- anstatt eine Parteien- oder Vereinigungswahl war. Im Ergebnis wurden innerhalb des Gremiums auch keine Fraktionen gebildet.

„Grundsätzlich stehe ich hinter dem fraktionslosen System, weil sich das bei uns bewährt hat“, sagt Kittenrainer. Als Grund nennt er: „Ein kleiner Ort wie Bayrischzell mit zwölf Gemeinderäten braucht keine Fraktionen.“ Jeder kenne dort jeden, begründet Kittenrainer weiter. „Da kann jeder Bürger für sich, nach seinem Wissen und Gewissen, abstimmen.“ Der Vorteil einer einheitlichen Gemeinderatsliste sei zudem die reine Persönlichkeitswahl. Kittenrainer erachtet „Parteipolitik in einer kleinen Gemeinde als wenig sinnvoll“. Dennoch fügt der Bürgermeister ein Aber über die Zukunft einer fraktionslosen Gemeinderatsliste ein: „Wie und ob wir das wieder hinbekommen, weiß ich noch nicht.“ Das sei auch davon abhängig, ob sich eine Gruppierung bilde, die eine eigene Liste aufstellt, „da sie mit der derzeitigen Gemeindepolitik nicht zufrieden ist. Dann ist das Einlistensystem Geschichte“.

Zum derzeitigen Zeitpunkt hat Kittenrainer geplant, bei der Kommunalwahl 2020 wieder als Bürgermeister anzutreten. „Die Gemeinderatsarbeit in der vergangenen Wahlperiode war sehr zielorientiert und erfolgreich“, sagt der Bürgermeister und meint konkret: die Sanierung des Bahnhofsgeländes, den Tiefbrunnen an der Melkstatt sowie den Kauf von Grundstücken. „Bei all diesen Projekten war der Gemeinderat immer einstimmig dahinter gestanden“, betont er.

Bayrischzell ist im Landkreis Miesbach der einzige Ort mit ehrenamtlichem Bürgermeister. Der Geitauer Landwirt Kittenrainer trat die Position 2014 mit gerade einmal 31 Jahren an – und stand fast sofort im Rampenlicht. Der Widerstand gegen die Modernisierung des Skigebiets Sudelfeld war damals auf dem Höhepunkt, und Kittenrainer musste das Projekt öffentlich verteidigen. Seit dieser Zeit gab es für ihn einige Höhen und Tiefen. Eine Herausforderung war der Ausfall des Tiefbrunnens im Januar 2017. „Das war ein Schock. Da haben wir kurzzeitig nicht gewusst, wie wir das bewältigen sollen“, berichtet er. Doch es gelang.

Derzeit scheint Kittenrainer fest im Sattel zu sitzen, gilt auch im CSU-Kreisverband als Mann für die Zukunft. Ein Konkurrent im Heimatort scheint nicht in Sicht. Doch wer weiß: „Vielleicht kommt noch eine Lichtgestalt als Bürgermeisterkandidat daher“, sagt der Amtsinhaber schmunzelnd. Vor sechs Jahren tauchte tatsächlich in letzter Minute noch ein Gegenkandidat auf: Willy Kravanja warf wenige Monate vor der Wahl den Hut in den Ring. Das Ergebnis fiel überraschend knapp aus. Mit 51,8 zu 48,2 Prozent gewann Kittenrainer.

Daniel Wegscheider und Daniel Krehl

Die Serie 

Wie es ein Jahr vor der Kommunalwahl in den einzelnen Kommunen aussieht, welche Herausforderer die Fraktionen ins Rennen schicken wollen und welche Namen gehandelt werden, beleuchten wir in dieser Serie.

Lesen Sie dazu auch unseren Auftaktbericht. Dort finden Sie weitere Links zum Thema Kommunalwahl 2020 in den übrigen Städten und Gemeinden.

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