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Bürgermeisterkandidat Albert Jupé, Bayrischzell, Freie Wähler
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Bereit für die kommunalpolitische Premiere: Bürgermeisterkandidat Albert Jupé (vorne M.) und sein Team der Freien Wähler Bayrischzell mit (vorne v.l.) Robert Mörtl, Heidi Spannbauer, Inge Hempel und Claudia Mörtl sowie (hinten v.l.) Alexander Jonscher, Keven Ebeling, Barbara Wittmann, Stefan Müller und Norbert Lill.

Freie Wähler haben nominiert

Bürgermeisterkandidatur: Albert Jupé will Regie im Rathaus übernehmen

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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In Film und Fernsehen hat Albert Jupé im In- und Ausland die Strippen gezogen, jetzt will er im Bayrischzeller Rathaus die Regie übernehmen. Er kandidiert als Bürgermeister.

Bayrischzell – In Film und Fernsehen hat Albert Jupé bei Projekten im In- und Ausland die Strippen gezogen, jetzt will er im Bayrischzeller Rathaus die Regie übernehmen. Bei der Aufstellungsversammlung der neuen Freien Wähler (FW) in Bayrischzell – nicht zu verwechseln mit der Freien Wähler Gemeinschaft FWG, die schon nominiert hat (wir berichteten) – in seinem Gasthof Zipflwirt hat der gelernte Szenenbildner nun seinen Hut in den Ring geworfen und angekündigt, bei der Kommunalwahl am 15. März gegen Georg Kittenrainer (CSU) anzutreten. Dabei kann Jupé auf die breite Unterstützung seiner Mitstreiter zählen. Die nominierten den 53-Jährigen einstimmig zum Herausforderer des Amtsinhabers.

Kommunalpolitisch war der Szenenbildner bislang lediglich ein interessierter Zuschauer. Dennoch spiele er seit Längerem mit dem Gedanken, selbst Verantwortung zu übernehmen, berichtet Jupé, der in Bayrischzell aufgewachsen und Vater von zwei Töchtern ist. Beruflich bedingt habe er zwischenzeitlich einige Zeit in München gewohnt, seit 23 Jahren sei er aber wieder zurück in Bayrischzell. „Das ist meine Heimat“, betont Jupé. Und die möchte er nun auch aktiv mitgestalten.

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Auch wenn er bislang nicht zur Stammbesetzung von Rathaus oder Gemeinderat gehörte: Eine Rolle im politischen Geschehen im Ort spielte Jupé dennoch. Gleich mehrfach kämpfte der 53-Jährige mit den Behörden. Zuerst um die Genehmigung zum Umbau des familieneigenen Gasthofs im Ursprungtal, dann um den Neubau eines Einfamilienhauses auf seinem Grundstück in der Nachbarschaft des künftigen Familienhotels Auracher Hof. Während die Causa Zipflwirt mittlerweile abgehakt ist, liegt der sogenannte „Wäldchenstreit“ derzeit bei der nächsthöheren Instanz.

Als persönlichen Rachefeldzug will Jupé seine Bürgermeisterkandidatur aber keinesfalls verstanden wissen. Im Gegenteil: „Wir wollen Verantwortung übernehmen und dafür kraftvoll und unerschrocken eintreten“, umreißt er die Ziele der FW-Liste. Unter dem Motto „Zum Wohl der Bürger – der Mensch im Mittelpunkt“ wolle das zwölfköpfige Team auf Transparenz, Weiterentwicklung, aber auch auf Nachhaltigkeit und Tradition setzen. Besonders wichtig sei den Freien Wählern der Erhalt des Warmfreibads sowie des Wertstoffhofs am bisherigen Standort. Ferner plädiere man für eine „offene Bürgerpolitik und transparente Gemeindefinanzen“ und wolle sich für die Infrastruktur und Soziales stark machen.

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Kontroversen scheue man dabei nicht, betont Jupé. Jede Meinung sei willkommen. „Demokratie ist nichts für Ja-Sager und Leisetreter.“ Nur ergebnisoffene Diskussionen würden am Ende zur richtigen Entscheidung führen. „Das Maß an Weltoffenheit bestimmt das politische Niveau“, ist Jupé überzeugt.

Mit seinem Gasthof würde das Bürgermeisteramt wohl nicht kollidieren. Wie der Kandidat auf Nachfrage mitteilt, hat er sich bereits im März 2018 aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und konzentriert sich seitdem auf Veranstaltungen. Grund sei unter anderem die Unberechenbarkeit bei schlechtem Wetter. „Da habe ich ordentlich draufgezahlt“, sagt Jupé. Auch wenn er damit die Rolle des Wirts wieder verlassen hat: Mit dem Drehbuch eines Rathauschefs könnte er sich durchaus anfreunden.

Die Listenkandidaten

der Freien Wähler Bayrischzell in der Reihenfolge ihrer Plätze: 1. Albert Jupé, 2. Robert Mörtl, 3. Peter Kirchberger, 4. Barbara Wittmann, 5. Norbert Lill, 6. Alexander Jonscher, 7. Keven Ebeling, 8. Heidi Spannbauer, 9. Stefan Müller, 10. Claudia Mörtl, 11. Jakob Huber, 12. Inge Hempel.

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