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Auslüften mit Aussicht: Die Bayrischzeller Rathausmitarbeiter (v.l.) Christl Kafka, Sepp Teucher und Raphaela Scharmann – hier am Unsinnigen Donnerstag in Faschingsmontur – können ab sofort auf dem Balkon rauchen. 

Einweihung am Unsinnigen Donnerstag

Kuriose Pressemitteilung: Bayrischzell richtet Raucherbalkon ein

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Eine kuriose Mitteilung ging am Unsinnigen Donnerstag in der Redaktion des Miesbacher Merkur ein: Die Bayrischzeller Rathausmitarbeiter rauchen künftig auf dem Bürgermeister-Balkon.

Bayrischzell – Der Rathausbalkon in Bayrischzell ist meist verwaist. Bürgermeister Georg Kittenrainer hat keine Zeit zum Sonnenbaden, und für potenzielle Fußball-Meisterfeiern ist die Empore vor dem Amtszimmer des Rathauschefs schlicht zu klein. Pünktlich zum Unsinnigen Donnerstag hat sie nun endlich eine Funktion bekommen: als Raucherlounge für die Rathausmitarbeiter.

Die Gemeinde Bayrischzell sei stets bemüht, die Arbeitsbedingungen für ihr Personal zu verbessern, teilte Kittenrainer unserer Zeitung mit. Neuester Verbesserungsschritt sei besagter Raucherbalkon. Die langen Wege vom ersten Stock bis nach unten ins Freie würden damit wegfallen. Auch das „Zentrum für Gesundheitsfürsorge im öffentlichen Dienst“ sei begeistert, da die Verwaltungsangestellten so einer geringeren Unfallgefahr ausgesetzt seien. „Vor allem wenn die Mitarbeiter schon getrunken haben, ist die Treppe doch immer ein Risiko“, schreibt der Bürgermeister in einer Pressemitteilung. Nicht auf den Raucherbalkon stellen würden sich hingegen die Mitarbeiterinnen der Tourist-Info. „Sie werden sich weiterhin aus dem Fenster lehnen“, sagt Kittenrainer. Bei den Bergbahnen werde ohnehin im Büro gequalmt.

Wenn die Bürger also künftig weißen Rauch über dem Bayrischzeller Rathaus aufsteigen sehen, hat dies – anders als im Vatikan – nicht zwangsläufig eine tiefere Bedeutung. Der Bürgermeister war übrigens nicht bei der Eröffnung der Raucherlounge dabei. Ob er den Qualm fürchtete oder angesichts des Weiberfaschings seine Krawatte schonen wollte, war bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung zu bringen. 

Die Auflösung 

Ausgerechnet am Unsinnigen Donnerstag eröffnen die Bayrischzeller Rathausmitarbeiter ihren neuen Raucherbalkon – und dann auch noch im Faschingskostüm. Wer beim Lesen unserer Meldung stutzig geworden ist oder sich gar schmunzelnd an den Kopf gefasst hat, der hatte den richtigen Riecher. Tatsächlich nämlich handelt es sich bei der Pressemitteilung, die Bürgermeister Georg Kittenrainer an unsere Zeitung geschickt hat, um einen Faschingsscherz.

 Die amüsante Neuigkeit ist ein Teil der Bayrischzeller Faschingsnachrichten, die derzeit parallel zum ansonsten durchaus ernst gemeinten Gemeindeblatt im Rathaus aufliegen, verrät Kämmerer Sepp Teucher auf Nachfrage unserer Zeitung. Die lustigen Ideen habe man übers Jahr hinweg gesammelt. Eine Raucherlounge brauchen die Verwaltungsmitarbeiter übrigens gar nicht, wie Teucher betont. Tatsächlich sei Geschäftsleiter Josef Acher der einzige Raucher im Team. Aber auch Acher könne während der Arbeitszeit auf Zigaretten verzichten – und damit auch auf den Balkon.

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