Helmut Limbrunner schaut auf 13 Jahre Bürgermeisteramt zurück.

Bürgermeister Limbrunner vor dem Abschied

„Langweilig wird’s mir nicht“

Bayrischzell - Kein halbes Jahr mehr, dann geht Bayrischzells Bürgermeister Helmut Limbrunner (71) in den Ruhestand. Beim Neujahrsempfang im Pfarrheim schaute er nun auf seine 13-jährige Amtszeit zurück.

Sowas ist Bürgermeister Helmut Limbrunner noch auf keinem seiner 13 Neujahrsempfänge passiert. „Einige Bürger machen sich tatsächlich Sorgen, mir könnte im neuen Jahr vielleicht langweilig werden“, erzählt Limbrunner. „Da musste ich schon lachen.“ Trotzdem stehen für den Bayrischzeller Rathauschef die Zeichen auf Neuanfang – er verabschiedet sich Ende April in den Ruhestand (wir berichteten).

Die besorgten Bürger hat er aber beruhigt: „Ich bin ja nicht aus der Welt.“ Doch aus dem politischen Geschehen möchte er sich künftig raushalten. 13 Jahre an der Spitze Bayrischzells reichen Limbrunner dann doch. Auf seine beiden Amtsperioden blickt er gerne zurück. „Ich würde diese Zeit nicht missen wollen“, betonte der Bürgermeister bei seiner Neujahrsansprache im Pfarrheim.

Gemeinsam mit seiner Verwaltung und den Bürgern hat er viel bewegt. „Da waren natürlich auch Turbulenzen dabei“, erinnerte sich der 71-Jährige. Aber da sei ihm stets sein ruhiges Gemüt zugute gekommen. „Ich habe die Gene meiner Mama mitbekommen, mein Papa war eher explosiv wie ein HB-Manderl“, gab Limbrunner schmunzelnd zu. Seine größte Sorge sei dabei immer das AOK-Heim gewesen. Umso besser, dass es da jetzt zu einem Hotelbau kommt.

„Wir brauchen diese Betten dringend“, bekräftigte auch Tourismus-Manager Harald Gmeiner. Bei den Ankünften habe Bayrischzell im vergangenen Jahr das Allzeithoch von 50 000 geknackt, was einem Wachstum von zwölf Prozent entspricht. Doch auch für Gmeiner beginnt das neue Jahr mit einem Abschied. Wie berichtet wird er die touristische Leitung der Gemeinde an Stephanie Stiller übergeben, weil er sich selbst auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) konzentrieren wird. „Die ATS-Sache wird sehr intensiv“, prophezeite Gmeiner auf dem Neujahrsempfang.

Limbrunner sieht diesen Dingen gelassen entgegen. Er hat die Weichen gestellt. Und für den Fall, dass ihm doch mal langweilig werden sollte, hat er vorgesorgt: „Auf meinem Nachtkästchen stapeln sich viele Bücher, die ich endlich einmal lesen will.“

Sebastian Grauvogl

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