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Werbeträger: Bayrischzell al s Kulisse der ZDF-Reihe „Frühling“ mit Simone Thomalla – das schafft Aufmerksamkeit für die Wendelstein-Gemeinde und schlägt sich auch in den Übernachtungszahlen nieder.

Mehr Gäste dank Serie

Macht Simone Thomalla Bayrischzell zum Touristenmagnet?

Gerät Simone Thomalla im TV in Wallung, klingelt in Bayrischzell die Kasse. So lassen sich die neuesten Tourimuszahlen der Gemeinde zusammenfassen.

Bayrischzell – Bayrischzells Tourismusleiterin Stephanie Hintermayr ist zufrieden: Im Gemeinderat zog sie jetzt Bilanz über die Übernachtungs- und Ankunftszahlen im ersten Halbjahr – eine durchweg positive. Besonders im Mai hätten sich die Tourismuszahlen stark entwickelt. Der Aufschwung hat Gründe. Hintermayr lobte die „Freundlichkeit und den professionellen Vertrieb“ der örtlichen Vermieter und bezeichnete die Online-Buchbarkeit als „Schlüssel zum Erfolg“. Für die Gastgeber heißt das im Gegenzug: Sie müssen ihren Auftritt und die Daten auch pflegen.

Schönes Wetter, Pfingstferien nebst Brückentagen oder auch die TV-Ausstrahlung der neuen Folgen der ZDF-Serie „Frühling“ mit Simone Thomalla in der Hauptrolle: Für Hintermayr alles wichtige Faktoren, die Gäste nach Bayrischzell zum Urlauben lockten. „In absoluten Zahlen ausgedrückt sind dies 5770 Ankünfte und 15 391 Übernachtungen“, berichtete sie. Bekanntlich wird die „Herzkino“-Reihe „Frühling“ auch in Bayrischzell gedreht. Im April und im Mai wurden vier weitere Folgen ausgestrahlt. Hintermayr: „Wir merken das sofort, da der Postversand bei den Gastgebern steigt.“

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Wirkung habe im Frühling auch eine große Anzeigenaktion in Regionalzeitungen im nordbayerischen Raum gezeigt, sagte Hintermayr. Die Tourismusleiterin erkennt aber auch eine positive Entwicklung aufseiten der Gastgeber: „Viele haben mittlerweile ein gutes Angebot.“ Besonders wichtig sei aber das Vertriebsverhalten in Bezug auf das Online-Angebot. „Das machen die größeren und mittleren Betriebe zunehmend in Eigenverantwortung und haben nun mehr Erfahrung“, erklärte sie. Immer mehr seien über das System im-web oder gleich über den Marktführer booking.com buchbar, so Hintermayr. Die Tourismusleiterin weiß aber auch: „Da steckt viel Arbeit darin.“ Den Vermietern wird tägliche Datenpflege abverlangt, oftmals müssten auch Kurzurlauber spontan angenommen werden, ohne dabei Gäste, die gerne länger bleiben wollen, zu blockieren.

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Insgesamt sieht die Tourismusleiterin die Zukunft in der digitalen Entwicklung des örtlichen Gastgeberverzeichnisses und freut sich über die Bilanz des vergangenen halben Jahres. Rückläufig sei die Zahl der Reisenden, die persönlich in die Tourist-Information kommen und ein Zimmer suchen. „Noch weniger werden Anfragen per E-Mail“, sagte Hintermayr. „Bevor ein Gast eine Mail schreibt, bucht er lieber gleich selbst über ein Onlineportal.“

Bürgermeister Georg Kittenrainer goss ein wenig Wasser in den Wein. „Wir haben auch viele kalte Betten, die nicht mehr mit Interesse betrieben werden“, sagt er. Darum sei eine gute Auslastung der engagierteren Betriebe umso wichtiger. „Professionelle Vermieter, die ihre Betriebe gut führen, können mit der Gästevermietung bei uns nach wie vor gut Geld verdienen“, betonte Kittenrainer und schloss: „Die Auslastungszahlen zeigen: Bayrischzell ist nach wie vor ein attraktiver Urlaubsort.“

Lesen Sie mehr: Wollen Sie selbst dabei sein? Das ZDF sucht immer wieder nach Komparsen für „Frühling“

von Daniel Wegscheider

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