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Die Bagger sind angerückt: Wenige Tage nach der Baugenehmigung im Januar haben die Abbruch- und Entkernungsarbeiten am AOK-Heim in Bayrischzell begonnen.

„Das Genehmigungsverfahren war sehr umfangreich“

Nach fast 20 Jahren Leerstand im ehemaligen AOK-Heim: Sanierung gestartet

Die Abbruch- und Entkernungsarbeiten am ehemaligen AOK-Heim in Bayrischzell haben begonnen. Schon wenige Tage nach der Baugenehmigung sind die Bagger angerückt.

Bayrischzell – Der Leerstand im ehemaligen AOK-Heim in Bayrischzell wird wohl die 20 Jahre voll machen. Vor 2020 wird der Umbau zum Familienhotel kaum abgeschlossen sein. Aber: Jüngst haben die Bauarbeiten begonnen – allen Unkenrufen zum Trotz. Immer wieder hatte Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer beteuern müssen, dass der Investor, die Pletzer Gruppe aus Tirol, an Bord ist. „Das Genehmigungsverfahren war sehr umfangreich“, sagt Kittenrainer. Nun ist es aber abgeschlossen. Seit wenigen Wochen liegt die Baugenehmigung vor, und prompt sind die Bagger angerückt. Und die Motorsägen. Denn für die Sanierung und die Erweiterung der früheren Reha-Einrichtung haben einige Bäume weichen müssen. Wie Kittenrainer einschränkt, waren darunter auch einige Eschen, die vom grassierenden Eschentriebsterben betroffen sind. Im Grünflächenplan sind entsprechende Nachpflanzungen vorgesehen.

Wie berichtet, plant die Pletzer Gruppe, die auch im Skigebiet Sudelfeld finanziell engagiert ist, ein Familienhotel mit 70 Zimmern. Je nach Belegung können bis zu 220 Personen dort übernachten. Für die Gemeinde sei es ein Segen, dass der Leerstand mitten im Ort endlich beendet werde. Dies passe genau zum Vorhaben der Gemeinde, die Außenbereiche unberührt zu lassen und dennoch mehr Gästebetten zu schaffen – auch mit dem Blick auf das modernisierte Sudelfeld. Dort herrscht an Wochenenden Hochbetrieb, unter der Woche könne es aber eine bessere Auslastung vertragen, sagt Kittenrainer.

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Das bestehende Gebäude wird aufgestockt und um einen rund 20 Meter langen, unterkellerten Anbau ergänzt. Gegenüber zwischenzeitlich vorgestellten Planungen sei dies eine erhebliche Verbesserung, meint der Bürgermeister. „Das wäre gewaltig geworden.“ Jetzt sei er froh, „dass das Gelände wieder belebt werde.

Zunächst stehen Abbrucharbeiten und die Entkernung des Bestand auf dem Programm. Im Frühjahr soll dann mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Einen konkreten Eröffnungstermin wolle der Investor nicht nennen, sagt Kittenrainer. Mit einer Fertigstellung heuer wird es ziemlich sicher nichts werden. Nach fast 20 Jahren Warten kommt es auf ein paar Monate aber auch nicht mehr an.

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dak

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