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Eine Erweiterung steht beim Gasthof Rote Wand in Geitau an. Das Wohngebäude links im Bild soll abgerissen werden und einem Neubau Platz machen.

Umbaupläne in Geitau genehmigt

Postgasthof rüstet touristisch auf

Bayrischzell Während in Gasthäusern andernorts die Lichter ausgehen, zeigt sich in Geitau jetzt einmal ein Hoffnungsschimmer im Gastronomiebereich: Der Postgasthof Rote Wand möchte expandieren.

Wie Bürgermeister Georg Kittenrainer im Gemeinderat verkündete, plant die Betreiberfamilie Gaukler einen Neubau mit Gästezimmern, einem Saunabereich sowie einer Betriebswohnung nebst Doppelgarage. Das bestehende Wohnhaus an der Ostseite des Hauptgebäudes soll abgerissen werden, um dort dem 19,70 auf 13,24 Meter großen Ersatzbau Platz zu machen.

Kittenrainer begrüßte die Investition: „Wir brauchen dringend Gästezimmer.“ Seitens der Gemeindeverwaltung ist alles im rechtlichen Rahmen. Laut Bauamtsleiter Josef Acher befindet sich der Gasthof Rote Wand im Innenbereich von Geitau – die Anbindung an Straße, Kanal und Wasser sind somit gesichert. Lediglich ein paar Änderungswünsche von Seiten der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt, müssen bei der Planung berücksichtigt werden, sagte der Bürgermeister. Acher fasste diese Anregungen fürs Gremium knapp zusammen.

Die Änderungen betreffen vor allem die Gestaltung der Fenster sowie der Balkone am neuen Gästehaus. Da relativ viele Fenster die 6,72 Meter hohe Außenwand zieren, sollten diese etwas verkleinert oder auf Glaselemente teilweise ganz verzichtet werden. Besonders die Treppenhausfenster des zweistöckigen Gebäudes mit Satteldach „müssen aus gestalterischer Sicht noch einmal überarbeitet werden“.

Ein weiterer Punkt galt der rund 43 Quadratmeter großen Doppelgarage. Der angrenzende Balkon an der Ostseite muss etwas höher vom Garagendach abgesetzt werden. Auf den geplanten Nordbalkon sollte laut Landratsamt sogar ganz verzichtet werden. Allerdings hat Acher dieses Anliegen zugunsten der Antragsteller bereits im Vorfeld mit Kreisbaumeister Werner Pawlovsky abgeklärt. „Der Nordbalkon ist notwendig, damit die Gäste von den dort angrenzenden Zimmern zum Rauchen rausgehen können“, berichtete Acher. Sein Resümee: „Grundsätzlich passt die Planung.“

Einen touristischen Mehrwert stellt sicherlich der geplante Saunabereich im Untergeschoss dar. Das Wellnessareal soll ebenerdig an einen Freiluftbereich auf der Südseite angrenzen. Tourismusmanager Willy Kravanja erkennt auf diesem Sektor generell Nachholbedarf. „Da hinken wir in Bayrischzell ein bisschen hinterher, was andere Destinationen betrifft“, sagte er. Für einen Wintersportort und ein Wanderdorf sei es unbedingt notwendig, dass Häuser von einer bestimmten Größenordnung in diese Richtung denken, erklärte er. Dies sah auch der Gemeinderat so und erteilte dem Bauvorhaben einhellig sein Einvernehmen.

Daniel Wegscheider

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