Generationswechsel: Forstbetriebsleiter Rudolf Kornder (l.) mit seinem Nachfolger Christian Lischka vor der Forstdienststelle in Bayrischzell.
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Generationswechsel: Forstbetriebsleiter Rudolf Kornder (l.) mit seinem Nachfolger Christian Lischka vor der Forstdienststelle in Bayrischzell.

Bayerische Staatsforsten

Ein Urgestein sagt Servus

Bayrischzell – Ein forstliches Urgestein verlässt den Landkreis. Nach mehr als 31 Jahren als Förster in Bayrischzell ist Rudolf Kornder in den Ruhestand gegangen und kehrt in seine Heimat Mittelfranken zurück. Der Leiter des Forstbetriebs Schliersee, Jörg Meyer, hat ihn mit viel Lob verabschiedet.

Kornder kam 1989 ans damalige Forstamt Schliersee. Mit großem Engagement habe er von Beginn an bei der Schutzwaldsanierung mitgewirkt, teilen die Bayerischen Staatsforsten mit. Der 65-Jährige selbst sagt: „Es war mir immer ein ganz besonderes Anliegen, den wertvollen Bergwald zu erhalten und an die nächsten Generationen zu übergeben.“ Auch beim Umbau des Bergwalds hin zu stabilen Mischwäldern habe der Förster viel erreicht. Geholfen haben ihm dabei viele Pflanzungen, die natürliche Verjüngung der Waldbäume und die Kontrolle des Wildbestandes durch die Jagd. Doch es gab auch Rückschläge. Die Stürme Vivian und Wiebcke haben 1990 auch den Staatswald stark getroffen. Kornder musste im Umfeld von München mit anpacken, um die Schäden aufzuarbeiten. Auch danach gab es immer wieder Stürme, Borkenkäfervermehrungen und Schneebruchschäden – eine Herausforderung für den Forstmann. Engagiert hat sich Kornder auch in der Ausbildung, und sogar Laien durften in seinem Revier mit Hand anlegen. Regelmäßig war zum Beispiel das Bergwaldprojekt zu Gast. Freiwillige haben gepflanzt, Steige repariert und Hochstände gebaut. Kornder sei es immer wichtig gewesen, den Menschen ökologische Zusammenhänge näher zu bringen, heißt es seitens der Staatsforsten, zu denen Kornders Revier seit der Forstreform gehört.

Forstbetriebs-Leiter Meyer dankte Kornder: „Sie haben ,ihren‘ Wald geprägt und viel für den Bergwald erreicht.“ Das Revier Bayrischzell seien gut auf den Klimawandel vorbereitet. Daran habe Kornders waldbauliches Gespür und sein engagiertes Jagdmanagement großen Anteil.

Kornder hat die Schlüssel für die Forstdienststelle Bayrischzell an seinen Nachfolger Christian Lischka übergeben. Der war zuletzt Revierleiter in Berchtesgaden.

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