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Viel bespielt, aber nicht mehr auf dem neuesten Stand: Der Spielplatz an der Michael-Meindl-Straße in Bayrischzell wird einer umfangreichen Frischzellenkur unterzogen. 27 000 Euro wird die Gemeinde investieren.

„Ein Ort, der für Familien wirbt, braucht auch einen g‘scheiden Spielplatz“

Sandaufzug und Klettertrichter: Bayrischzell lässt Spielplatz herrichten

Der Spielplatz am Alpenfreibad Bayrischzell soll schöner werden. 27.000 Euro investiert die Gemeinde in neue Spielgeräte. Auch das Umfeld wird aufgehübscht.

Bayrischzell – Die Wendelsteingemeinde hat eine Philosophie: Sie hat den Anspruch, ein Urlaubsort für Familien mit Kindern zu sein: Groß und Klein können sich unter anderem im Skigebiet Sudelfeld, auf dem Wendelstein-Männlein-Weg oder im Alpenfreibad erholen. Neben der letztgenannten Attraktion befindet sich auch ein Spielplatz, der jetzt getreu dem Leitgedanken aufgewertet wird. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dafür rund 27 000 Euro im diesjährigen Haushalt einzuplanen. „Ein Ort, der für Familien wirbt, braucht auch einen g‘scheiden Spielplatz“, sagte Bürgermeister Georg Kittenrainer.

Für den Entwurf der Gestaltung des Geländes an der Michael-Meindl-Straße hatte Tourismusleiterin Stephanie Hintermayr ein Konzept für kindgerechte Entwicklung und Bewegung ausgearbeitet. Wichtig war ihr „ein Gesamtkonzept, das jedem Alter etwas anbietet“, erklärte Hintermayr im Gemeinderat. Zudem habe sie auf einen hohen Spielwert, langlebige Produkte sowie einen hohen Sicherheitsstandard wert gelegt. Fündig wurde sie bei der Firma Spielgeräte Maier aus Altenmarkt an der Alz (Kreis Traunstein), die genau diese Philosophie verfolgt.

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Kleinkinder ab zwei Jahren dürfen sich auf ein Holzspielhaus mit Fenstern, Sprossenleiter und einer Rutsche freuen. Daran angebaut wird ein sechseckiger Turm, der mit einem drehbaren Sandschüttrohr sowie einem Sandaufzug ausgestattet ist. Die nächste Attraktion ist ein trapezförmiger drei Meter hoher „Klettertrichter“. Dort können sich Kinder ab sechs Jahren an zwei Rutschstangen, einem schrägen Netz sowie einer senkrechten Boulderwand austoben. Weiterhin geplant sind ein Rutschturm und ein Karussell, beides aus Edelstahl gefertigt.

Neben den neuen Spielgeräten sollen auch vorhandene, bereits in die Jahre gekommene Attraktionen aufgehübscht werden. „Unsere Schaukeln und die Seilbahn möbeln wir auf“, kündigte Hintermayr an. Falls das Geld noch reiche, sei zudem eine Slackline geplant. Ein Komplettkauf sei besser, als Jahr für Jahr einzelne Spielgeräte dazu zu kaufen, meinte die Tourismusleiterin.

Die Gemeinde nimmt die Aufwertung des Spielplatzes auch gleich zum Anlass, das Areal rundherum zu verschönern. „Zum Parkplatz hin grenzen wir den Platz mit Hecken ab“, sagte Kittenrainer. Wenn alles fertig ist, ist Bayrischzell damit um eine weitere Attraktion für seine kleinen Urlaubsgäste reicher.

Daniel Wegscheider

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